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Bogenhanf-Erde: Welche Erde passt und wie du sie mischst

Bogenhanf-Erde muss Wasser schnell abfließen lassen: fertige Kakteenerde oder Blumenerde mit Perlit. Erfahre, wie du mischst, wann Sand nötig ist und wann du umtopfst.

von Bloom 14 Min. Lesezeit
Bogenhanf-Erde: Welche Erde passt und wie du sie mischst

Die beste Bogenhanf-Erde ist eine Erde, die das Wasser schnell durch das Bodenloch des Topfes abfließen lässt. Substrat ist ein anderes Wort für Topferde. Verwende fertige Kaktus- und Sukkulentenerde oder normale Blumenerde gemischt mit Perlit (leichte weiße Kügelchen, die Luft zwischen die Partikel bringen), wie die Beratungsdienste der Penn State und der Iowa State empfehlen. Die Extension ist der Beratungsdienst amerikanischer Universitäten, der die Öffentlichkeit informiert.

Der Bogenhanf (Dracaena trifasciata, früher Sansevieria trifasciata) speichert Wasser in seinen dicken Blättern und fault in nasser Erde. Die Iowa State fasst es zusammen: Zu viel Wasser ist der schnellste Weg, einen Bogenhanf umzubringen.

Kurze Zusammenfassung:

  • Fertige Kaktus- und Sukkulentenerde funktioniert ohne Mischen. Normale Blumenerde braucht Perlit oder groben Sand.

  • Die Royal Horticultural Society (RHS) mischt 2 Teile erdbasiertes Substrat mit 1 Teil Splitt. Bei abgepackter Blumenerde beginne mit 1 Teil Erde auf 1 Teil Perlit oder groben Sand.

  • Ein hoher Bogenhanf kippt in einem leichten Topf leicht um, besonders bei trockener Erde. In diesem Fall sollte ein Teil der Mischung aus grobem Sand oder Splitt (feiner Baukies) bestehen, die für Gewicht sorgen.

  • Tausche die Erde aus, wenn ein Warnsignal auftritt, oder ohne Anzeichen etwa alle 5 Jahre.

Ist die Erde deines Bogenhanfs ungeeignet?

Wechsle die Erde noch am selben Tag, wenn die Blattbasis weich ist, die Erde faulig riecht oder die Blätter umkippen, obwohl die Erde seit Tagen feucht ist. Alle drei Signale deuten auf faule Wurzeln hin, und dieser Erdwechsel wartet nicht bis zum Frühjahr. Ist die Pflanze lediglich zu eng im Topf, warte bis zum Frühjahr. Harte Erde muss nicht getauscht werden: Sie muss lediglich wieder lernen, Wasser aufzunehmen.

Was du siehst

Was es meistens ist

Wann die Erde getauscht werden muss

Blattbasis weich, dunkel oder unangenehm riechend

Wurzel- oder Basisfäule

Heute, in jedem beliebigen Monat

Blätter kippen nach außen, Erde seit Tagen feucht

Wurzeln ohne Luft, beginnende Fäulnis

Heute: Nimm die Pflanze aus dem Topf und kontrolliere die Wurzeln

Erde am Topfboden bleibt lange nach dem Gießen nass, Blätter sind fest

Substrat speichert zu viel Wasser

Im Frühjahr, oder früher, falls die Basis weich wird

Erde steinhart, Wasser läuft am Innenrand des Topfes ab

Torfhaltige Erde (dunkles, lockeres Material aus Säcken), die ausgetrocknet ist und Wasser abweist

Nicht nötig: Feuchte die Erde wiederholt an, bis sie wieder Wasser aufnimmt

Weiße Schimmelschicht auf der Oberfläche, Pflanze fest

Oberflächenpilz, betrifft nicht die Pflanze

Nicht nötig: Lass die Oberfläche abtrocknen

Topf ausgebeult oder gerissen

Wurzeln und Rhizom (unterirdisch kriechender Spross) haben keinen Platz mehr

Im Frühjahr; falls der Topf aufgeplatzt ist, heute

Nach außen fallende Blätter können auch eine andere Ursache haben. Der Beratungsdienst der University of Maryland erinnert daran, dass sich der Bogenhanf zum Licht neigt, wenn er zu weit vom Fenster entfernt steht. Kontrolliere in diesem Fall die Basis: Ist sie fest, liegt das Problem am Licht und nicht an den Wurzeln.

Um die Wurzeln zu prüfen, nimm die Pflanze aus dem Topf. Gesunde Wurzeln sind fest und hell. Faule Wurzeln sind dunkelbraun, matschig und die äußere Schicht lässt sich laut dem Beratungsdienst von Maryland beim Ziehen leicht abstreifen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Rettung eines Bogenhanfs mit weicher Basis zeigt dir, was weggeschnitten werden muss und wie du die gesunden Teile neu einpflanzt.

Steinhartes Substrat, das kein Wasser aufnimmt

Harte Erde, die sich von der Topfwand löst, ist fast immer Torf oder Kokosfaser, die zu stark ausgetrocknet ist. Die Iowa State erklärt, dass diese beiden Materialien Wasser abstoßen, sobald sie austrocknen. Das Wasser läuft durch den Spalt zwischen Erde und Topfwand nach unten und fließt durch das Abzugsloch ab, ohne die Erde im Zentrum zu befeuchten.

Diese Erde muss nicht weggeworfen werden. Sie muss lediglich wieder aufnahmefähig gemacht werden. Die Anleitung zum Gießen von Bogenhanf, wenn das Wasser am Rand abläuft, erklärt die Methode, um wasserabweisende Erde wieder zu durchfeuchten. Tausche die Erde nur dann aus, wenn sie nach dem Wässern am Topfboden nass bleibt, während die Oberfläche bereits wieder trocken ist.

Weißer Schimmel und fauliger Geruch im Substrat

Die weiße, pelzige Schicht auf der Erdoberfläche ist fast immer ein Pilz, der abgestorbene organische Substanz abbaut. Der Beratungsdienst der University of Maryland erklärt, dass dieser Bewuchs der Pflanze im Allgemeinen nicht schadet. Er entsteht, wenn die Oberfläche viele Tage lang feucht bleibt.

Der Geruch ist ein weiteres Warnzeichen. Riecht die Erde faulig oder fühlt sich die Blattbasis weich an, deutet das auf faulende Wurzeln hin; hier gilt die Zeile „Heute“ aus der Tabelle. Wenn die Pflanze stabil steht und nur die Oberfläche schimmelt, kratze den Schimmel ab und gieße erst wieder, wenn die Erde bis zum Topfboden trocken ist.

Welches Substrat ist das beste für Bogenhanf?

Das beste Substrat für Bogenhanf ist fertige Kaktus- und Sukkulentenerde oder normale Blumenerde, die mit Perlit gemischt wird. Penn State und Iowa State sind sich darin einig. Die RHS empfiehlt Kakteenerde oder eine Erdmischung mit Splitt. Die NC State führt im Steckbrief der Pflanze sandigen Boden mit sehr guter Drainage an.

Der entscheidende gemeinsame Punkt ist die Ablaufgeschwindigkeit des Wassers. Überschüssiges Gießwasser muss sofort durch das Bodenloch abfließen, damit sich die Hohlräume zwischen den Partikeln wieder mit Luft füllen können. Perlit besteht aus kleinen, leichten weißen Steinchen, die es im Beutel zu kaufen gibt. Es sorgt für luftgefüllte Poren im Substrat.

Reine Zimmerpflanzenerde speichert für den Bogenhanf viel zu viel Wasser. Der Beratungsdienst der University of Maryland rät insbesondere von Erden ab, die als „feuchtigkeitsregulierend“ oder „mit Wasserspeicher“ beworben werden. Solche Erden bleiben viel zu lange nass für eine Pflanze, die Wasser in ihren Blättern einlagert.

Gartenerde eignet sich ebenfalls nicht. Das Handbuch der NC State Extension erklärt, dass normale Gartenerde im Topf zu viel Wasser speichert, wenig Raum für Luft bietet und sehr schwer ist.

Warum Staunässe den Bogenhanf faulen lässt

Wurzeln atmen. Sie nehmen Sauerstoff aus den Lufträumen zwischen den Bodenkrümeln auf. Wenn Wasser diese Hohlräume tagelang blockiert, fehlt den Wurzeln der Sauerstoff und sie sterben ab.

Durchnässte Erde begünstigt zudem Pilze, die Wurzelfäule verursachen. Der Beratungsdienst der Universität von Wisconsin listet Pythium, Phytophthora, Rhizoctonia und Fusarium als die häufigsten Erreger von Wurzelfäule auf. Die meisten von ihnen bevorzugen nasse Erde. Der Produktionsleitfaden für Bogenhanf der Universität von Florida beschreibt außerdem eine durch das Bakterium Erwinia carotovora verursachte Weichfäule.

Der Bogenhanf übersteht Trockenheit problemlos, weil er Wasser in seinen dicken Blättern bunkert. Die RHS erklärt, dass die Pflanze bei kühlen Temperaturen langsamer wächst und auf diese Reserven zurückgreift. In dieser Phase benötigt sie kaum Wasser, wodurch die Erde deutlich langsamer abtrocknet.

Der Bogenhanf ist keine Wüstenpflanze. Nach Angaben des Beratungsdienstes der Colorado State stammt er ursprünglich aus Nigeria im tropischen Afrika. Was er schätzt, ist lediglich das vollständige Abtrocknen der Erde zwischen den Gießdurchgängen.

Bogenhanf-Substrat zu Hause selbst mischen

Mische Blumenerde mit Perlit, grobem Sand oder feinem Splitt im Verhältnis von 2 Teilen Erde auf 1 Teil mineralisches Material (bei echter Muttererde als Basis, wie im Rezept der RHS) bis hin zu 1 Teil Erde auf 2 Teile mineralisches Material. Das passende Mischverhältnis hängt von deiner Ausgangserde ab. Der Topftest am Ende der Anleitung zeigt dir, ob es stimmt.

Unter den Quellen, die über Bogenhanf schreiben, nennt nur die RHS ein genaues Mischverhältnis: 2 Teile erdbasiertes Substrat und 1 Teil Splitt oder Feinkies. Das Substrat im Rezept der RHS basiert auf echter Erde (loam-based), die schwerer und standfester ist. Das Handbuch der NC State beschreibt handelsübliche Beutelerde dagegen als ein Gemisch aus Torf, Pinienrinde und Perlit, ganz ohne echte Erde.

Für diese Beutelerde empfiehlt die Iowa State bei Sukkulenten 1 Teil organisches Material auf 2 Teile mineralisches Material. Das ideale Mischverhältnis für den Bogenhanf hat bisher niemand gemessen. Beginne bei Beutelerde mit gleichen Teilen, 1 zu 1, und gehe auf 1 zu 2 über, wenn der Topftest zu nasse Erde anzeigt.

Die Empfehlungen im Handel gehen weit auseinander. Von neun Ratgebern deutscher Pflanzen- und Erdenanbieter geben sieben ein konkretes Mischverhältnis an; der mineralische Anteil schwankt dabei zwischen 25 % und rund 70 %. Keiner davon zitiert eine wissenschaftliche Studie. Deshalb liefert der Topftest verlässlichere Ergebnisse als jede starre Zahl.

Um zu erfahren, was jeder einzelne Bestandteil in der Mischung bewirkt, vergleicht der Ratgeber wie man das ideale Kaktussubstrat mischt Perlit, Bimsstein, Sand und feinen Kies Schritt für Schritt miteinander.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für 1 Topf Bogenhanf:

  1. Feuchte die Blumenerde leicht an, sodass sie klamm ist, ohne zu tropfen. Ist Torf oder Kokosfaser erst einmal staubtrocken, nimmt das Material später nur sehr schwer Wasser auf.

  2. Miss 1 Teil Blumenerde ab, zum Beispiel mit einem Becher oder Pflanztopf.

  3. Gib 1 Teil mineralisches Material dazu: Perlit, gewaschenen groben Sand oder feinen Splitt. Feiner Sand, etwa Spielsand, verdichtet sich und ist ungeeignet.

  4. Vermische alles mit den Händen, bis die Bestandteile gleichmäßig verteilt sind.

  5. Mache den Topftest. Fülle einen Topf mit Abzugsloch und gieße langsam Wasser an. Das Wasser muss unmittelbar nach dem vollständigen Befeuchten der Erde unten aus dem Loch austreten, ohne oben eine Pfütze zu bilden.

  6. Prüfe das Abtrocknen. Die RHS rät dazu, die Erde vor jedem Gießen mit dem Finger zu fühlen. Stecke zusätzlich ein Holzstäbchen bis zum Topfboden: Kommt es noch feucht heraus, während sich die Oberfläche bereits trocken anfühlt, mische einen weiteren Teil mineralisches Material unter, um auf ein Verhältnis von 1 zu 2 zu kommen.

Schale mit gemischtem Substrat für Bogenhanf: dunkle Erde mit weißen Perlitkörnern und einigen Splittkörnern, daneben ein Beutel Perlit, Sand auf einer Zeitung und ein breiter, leerer Tontopf
Blumenerde gemischt mit Perlit und etwas feinem Splitt. Die Körner verteilen sich im gesamten Substrat, ohne Klumpen aus reiner Erde. KI-generiertes Bild.

Perlit oder grober Sand für hohe Bogenhanf-Pflanzen

Verwende bei hochwachsendem Bogenhanf groben Sand oder Splitt als Teil der Erdmischung, da sie Gewicht mitbringen. Die Penn State weist darauf hin, dass hohe Bogenhanf-Sorten in leichten Töpfen leicht umkippen, besonders wenn das Substrat ausgetrocknet ist. Und der Bogenhanf verbringt zwischen den Wassergaben viel Zeit in trockener Erde.

Perlit sorgt für Belüftung und wiegt fast nichts. Das Handbuch der NC State berichtet, dass Perlit den Splitt in Erdmischungen genau deshalb ersetzt hat, weil es leichter ist. Dasselbe Handbuch und die Iowa State sagen über Sand etwas anderes: Er belüftet im Topf nur wenig und dient dazu, hohen Pflanzen Gewicht zu verleihen.

Bogenhanf

Mineralisches Material

Warum

Niedrig wachsende Sorten wie der Zwerg-Bogenhanf 'Hahnii'

Perlit

Sorgt für maximale Belüftung und hält den Topf leicht

Hohe Sorten mit langen Blättern

Perlit kombiniert mit grobem Sand oder Splitt

Das Gewicht hält die Pflanze stabil aufrecht

Hohe Pflanze in einem leichten Plastiktopf

Grober Sand oder Splitt

Der Topf selbst liefert kein Eigengewicht

Die NC State empfiehlt groben Bausand, niemals feinen Spielsand.

Perlit enthält Fluorid: Der Bogenhanf gehört nun zu den Drachenbäumen

Perlit ist für den Bogenhanf gut geeignet. Die neuere botanische Einordnung sorgte für Verwirrung: Der Bogenhanf wurde der Gattung Dracaena zugeordnet, und das Handbuch der NC State warnt davor, Perlit für Drachenbäume zu verwenden. Perlit enthält geringe Spuren von Fluorid, auf das manche Drachenbäume empfindlich reagieren.

Fachquellen, die sich direkt mit dem Bogenhanf befassen, empfehlen Perlit ausdrücklich für diese Pflanze: etwa die Penn State und die Iowa State. Der Bogenhanf-Steckbrief der NC State erwähnt kein Fluorid, und auch der Leitfaden der University of Florida nennt es nicht. Listen fluoridempfindlicher Pflanzen führen stammbildende Drachenbäume wie den Duftenden Drachenbaum (Dracaena fragrans) an, nicht jedoch den Bogenhanf. Wenn du Perlit dennoch meiden möchtest, greife stattdessen zu grobem Sand oder Bims.

Steine oder Blähton am Topfboden des Bogenhanfs

Verzichte auf eine Schicht aus Steinen, Tonscherben oder Blähton am Topfboden. Für den Wasserabzug sorgen allein das Bodenloch und eine durchlässige Erdmischung. Eine Drainageschicht am Boden nimmt den Wurzeln zudem wertvolles Erdvolumen weg.

Die Extension-Dienste der NC State, von Wisconsin und von Oregon raten von dieser Schicht ab. Das Handbuch der NC State erklärt den Grund: Das Wasser staut sich in der Erde direkt über den Steinen und fließt erst nach unten ab, wenn diese Erde vollkommen durchnässt ist. In einer Antwort zu einem Bogenhanf mit faulenden Wurzeln erklärt die Oregon Extension, dass die Schicht das Abfließen des Wassers verhindert.

Es gibt eine Studie, die das Gegenteil gemessen hat. Im Jahr 2025 stellte ein in PLOS ONE veröffentlichtes Experiment fest, dass bei den meisten getesteten Kombinationen mit der Schicht weniger Wasser zurückgehalten wurde. Der Autor selbst weist darauf hin, dass das Experiment ohne Pflanze durchgeführt wurde. Dieser Ratgeber folgt den Extension-Diensten, die erklären, warum das Wasser über den Steinen stoppt.

Blähton statt Erde: Bogenhanf in Hydrokultur

Hydrokultur ist der erdelose Anbau: Die Pflanze wächst in Blähtonkügelchen, mit Wasser und Dünger am Topfboden. Niemand hat bisher einen Test zur Hydrokultur mit Bogenhanf veröffentlicht. Der vorliegende Test wurde mit anderen Blattpflanzen durchgeführt.

1994 kultivierte eine Studie der Fachzeitschrift Acta Horticulturae drei Blattpflanzen in diesem System, darunter einen Drachenbaum mit Stamm. Alle wuchsen gut, und Blähton gehörte zu den besten Materialien (Cervelli und Farina). Das Experiment nutzte eine kontrollierte Düngerlösung in einem System, das sich selbstständig füllt und leert.

Ohne Test am Bogenhanf ist die durchlässige Erde aus diesem Ratgeber die sicherste Option. Wenn du den Bogenhanf bereits in Hydrokultur kaufst, belasse die Pflanze in diesem System und befolge die Anweisungen des Verkäufers zum Wasserstand.

Der Topf spielt beim Bogenhanf genauso eine Rolle wie die Erde

Verwende einen Topf mit Abzugsloch am Boden, der eher breit als tief geschnitten ist. Wurzeln und Rhizome des Bogenhanfs wachsen sehr flach. Das Rhizom ist der waagerecht kriechende unterirdische Stamm, aus dem neue Blattrosetten sprießen.

Eine Antwort der Extension des Arapahoe County in Colorado schätzt, dass Rhizom und Wurzeln nur die obersten 7,5 cm (3 Zoll) der Erde einnehmen. Dieselbe Antwort erklärt, dass der hohe Topf für den Bogenhanf nur für die Standfestigkeit da ist und nicht, weil die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Ein breiter und schwerer Tontopf hält einen hohen Bogenhanf ebenfalls aufrecht. Die Erde am Boden eines hohen Topfes bleibt feucht, ohne dass Wurzeln vorhanden sind, die dieses Wasser verbrauchen.

Unglasierter Ton lässt mehr Luft an die Wurzeln und trocknet die Erde schneller ab, so die Extension der Colorado State. Der Leitfaden der NC State empfiehlt poröse Töpfe für alle, die zum Übergießen neigen. Ton wiegt zudem mehr als Plastik, was hohen Bogenhanf-Pflanzen einen stabilen Stand gibt.

Das Rhizom drückt kräftig gegen die Gefäßwand. Der Praxisleitfaden der University of Florida weist darauf hin, dass ein eng gewordener Bogenhanf die Seitenwände von Plastiktöpfen spalten kann. Die Penn State warnt, dass starker Wurzeldruck selbst Tontöpfe zum Reißen bringt.

Leere den Untersetzer nach jedem Gießen aus und lass den Topf niemals im Wasser stehen. Der Fachbeitrag aus Arapahoe warnt davor, dass stehendes Wasser im Untersetzer bis zum Rhizom aufsteigt und die Pflanze schleichend faulen lässt.

Wann du die Erde deines Bogenhanfs wechseln solltest

Tausche die Erde deines Bogenhanfs aus, sobald Warnzeichen auftreten, oder ansonsten etwa alle 5 Jahre. Die RHS betont, dass ein frisch gekaufter Bogenhanf die ersten Jahre problemlos im ursprünglichen Topf bleiben kann. Das Umtopfen steht an, sobald Wurzeln und Blätter das Gefäß komplett füllen oder die Wände verformen.

Die Penn State empfiehlt frische Erde etwa alle 5 Jahre. Die Autorin des Ratgebers besitzt seit über 20 Jahren einen Bogenhanf und hat ihn in dieser Zeit nur ein einziges Mal nach 15 Jahren umgetopft. Das Handbuch der NC State rät zwar zum jährlichen Erdenwechsel bei Topfpflanzen, bezieht sich dabei aber allgemein auf Zimmerpflanzen. Beim Bogenhanf folgt dieser Ratgeber Penn State und RHS, da die Pflanze enge Töpfe bevorzugt und langsam wächst.

Besteht keine akute Gefahr, topfe im Frühling um, wenn der Bogenhanf nach der Winterruhe wieder austreibt. Zeigt sich jedoch eine weiche Basis, fauliger Geruch oder ein aufgeplatzter Topf, handle noch am selben Tag, ganz unabhängig vom Kalendermonat.

So wechselst du die Erde, ohne die Pflanze zu beschädigen:

  1. Lass die Erde trocknen, wenn keine Eile besteht. Trockene Erde löst sich leichter aus dem Topf. Ist die Basis weich, überspringe diesen Schritt und topfe noch am selben Tag um.

  2. Nimm die Pflanze aus dem Topf und lockere alte Erde, die sich leicht löst, vorsichtig mit den Fingern.

  3. Begutachte die Wurzeln. Schneide braune, matschige Wurzelteile mit einer sauberen Schere ab.

  4. Fülle frisches Substrat auf den Topfboden, bis die Pflanze exakt dieselbe Höhe wie zuvor erreicht. Der weiße Ansatz der Blätter schließt auf Höhe der Erdoberfläche ab.

  5. Fülle die Seiten mit Erde auf, ohne sie zu fest anzudrücken.

  6. Warte einige Tage mit dem Gießen, falls du Wurzeln abgeschnitten hast. Die Schnittstellen müssen erst abtrocknen, bevor sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Bogenhanf in normale Blumenerde pflanzen?

Ja, sofern du Perlit, groben Sand oder Splitt beimischst. Reine Zimmerpflanzenerde speichert zu viel Wasser für den Bogenhanf, wodurch die Wurzeln ersticken. Starte mit 1 Teil Erde auf 1 Teil mineralisches Material und prüfe, ob das Wasser rasch abfließt. Meide Erde mit Feuchtigkeitsgel oder wasserspeichernden Zusätzen.

Reicht reine Kakteenerde für den Bogenhanf aus?

Ja. Fertige Kaktus- und Sukkulentenerde ist für Penn State, Iowa State und die RHS die erste Wahl für den Bogenhanf. Führe dennoch den Topftest durch, da die Zusammensetzung von Hersteller zu Hersteller stark schwankt. Bei hochwachsenden Pflanzen solltest du einen Teil des Perlits durch groben Sand ersetzen, um Standfestigkeit zu gewinnen.

Welchen pH-Wert braucht das Substrat für Bogenhanf?

Der Bogenhanf wächst gut bei einem pH-Wert von 4,5 bis 8,5, und der ideale Bereich liegt laut dem Produktionsleitfaden der University of Florida zwischen 5,5 und 7,5. Bei einer so breiten Spanne musst du den pH-Wert der Erde des Bogenhanfs zu Hause weder messen noch anpassen.

Muss die Erde für den Bogenhanf gedüngt werden?

Es ist nicht nötig, Dünger direkt in die Erde zu mischen. Die Penn State empfiehlt, den Bogenhanf während der Wachstumsphase einmal monatlich mit herkömmlichem Dünger in halber Dosierung zu versorgen. Bereits vorgedüngte Erde addiert sich zu späteren Gaben auf, weshalb schwach gedüngte oder ungedüngte Topferde die bessere Wahl ist.

Was du heute tun kannst

Stecke ein Holzstäbchen bis zum Topfboden deines Bogenhanfs und taste die Basis der Blätter ab. Fühlt sich die Blattbasis weich an oder riecht die Erde faulig, nimm die Pflanze noch heute aus dem Topf und prüfe die Wurzeln. Ist die Basis fest, gieße erst wieder, wenn das Holzstäbchen völlig trocken aus der Tiefe herauskommt. Bleibt das Stäbchen feucht, obwohl die Oberfläche bereits abgetrocknet ist, speichert die Erde zu viel Wasser: Mische beim nächsten Umtopfen im Frühjahr mehr mineralische Bestandteile unter.

Bloom (für iOS verfügbar) erkennt deinen Bogenhanf anhand eines Fotos und erstellt einen passenden Gießplan, der auch in der kostenlosen Version enthalten ist.

Quellen

Alle abgerufen am 14. Oktober 2026.

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