Bloom
Paternostererbse
🏠 Zimmerpflanze

Fabaceae

Paternostererbse: Heilpflanzliche Verwendung & Pflegetipps

Abrus precatorius

Schwer ☀️ Helles indirektes Licht ⚠️ Giftig für Haustiere

Die Paternostererbse bevorzugt einen hellen bis vollsonnigen Standort und mäßig feuchten, gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5. Sie wächst als wüchsige Kletterpflanze und benötigt eine stabile Rankhilfe sowie regelmäßigen Rückschnitt. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da die Pflanze empfindlich auf Wurzelfäule reagiert. Wegen des hochgiftigen Abrins in allen Pflanzenteilen ist beim Umgang äußerste Vorsicht geboten – Handschuhe tragen und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren kultivieren.

💧 Gießen

Alle 4 Tage

☀️ Licht

Helles indirektes Licht

🌡️ Temperatur

20° - 35°C

💨 Luftfeuchtigkeit

% - %

Kategorien

Was ist Paternostererbse?

Paternostererbse (Abrus precatorius) ist eine Pflanze mit schwer Pflegeaufwand aus der Familie Fabaceae. Die Paternostererbse (Abrus precatorius) ist eine ausdauernde, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), die Wuchshöhen von 6 bis 10 Metern erreichen kann. Die wechselständigen, paarig gefiederten Laubblätter werden 5 bis 15 cm lang, die kleinen Schmetterlingsblüten...

Paternostererbse wird bis zu 10.0m, Gießen alle 4 Tage, 20°C – 35°C groß. Es ist geeignet für Innenräume und nicht sicher für Haustiere.

Im Gegensatz zu pflegeleichten Pflanzen erfordert Paternostererbse ständige Aufmerksamkeit bei Luftfeuchtigkeit und Licht. Nicht für Anfänger empfohlen. Ohne Vorsichtsmaßnahmen kann das Einnahmen bei Haustieren Reizungen verursachen. Außer Reichweite von Katzen und Hunden halten. Ohne ausreichende Drainage kann sich Wurzelfäule innerhalb von 8 Tagen entwickeln.

Wie pflegt man Paternostererbse?

TLDR: Paternostererbse benötigt Helles indirektes Licht, Gießen alle 4 Tage und Temperaturen zwischen 20-35°C bei 40-70% Luftfeuchtigkeit.

💧

Wie oft sollte man Paternostererbse gießen?

Alle 3 bis 4 Tage mäßig gießen und den Boden zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen. Staunässe unbedingt vermeiden, da die Wurzeln empfindlich auf dauerhaft nasse Erde reagieren und schnell faulen.

☀️

Wie viel Licht braucht Paternostererbse?

Ein sonniger bis vollsonniger Standort fördert Wachstum und Blüte am besten; die Pflanze verträgt aber auch Halbschatten. An einem sonnendurchfluteten Südfenster oder im Freien an einem geschützten, warmen Platz gedeiht sie am besten.

🪴

Welche Erde ist die beste für Paternostererbse?

Ein lockeres, gut durchlässiges Substrat aus lehmiger bis sandig-lehmiger Erde mit hohem Anteil organischer Substanz und einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 ist ideal.

🏺

Welchen Topf sollte man für Paternostererbse verwenden?

Ein stabiler, tiefer Kübel mit gutem Wasserabzug und Platz für ein Rankgitter oder einen Spalier ist empfehlenswert, da die Paternostererbse kräftig rankt. Der Topf sollte außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufgestellt werden, idealerweise erhöht oder in einem separaten, gesicherten Bereich.

Pflegeplan

🌱

Düngen

Alle 30 Tage

Was ist Paternostererbse und woher kommt sie?

Die Paternostererbse (Abrus precatorius) ist eine ausdauernde, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), die Wuchshöhen von 6 bis 10 Metern erreichen kann. Die wechselständigen, paarig gefiederten Laubblätter werden 5 bis 15 cm lang, die kleinen Schmetterlingsblüten erscheinen im Sommer in Weiß-, Rosa- bis Purpurtönen. Die ledrigen Hülsenfrüchte enthalten 2 bis 7 auffällig glänzende, rot-schwarz gefärbte Samen, die traditionell zu Ketten und Rosenkränzen verarbeitet wurden. Ursprünglich vermutlich aus Indien stammend, ist die Art heute als Neophyt in den gesamten Tropen verbreitet. Achtung: Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen, enthalten das hochgiftige Abrin – bereits eine einzige verletzte Samenschale kann für Menschen und Tiere tödlich sein.

Wie vermehrt man Paternostererbse?

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Vermehrung durch Samen

  • Immer Handschuhe tragen, Samen niemals in den Mund nehmen.
  • Nach dem Arbeiten mit den Samen gründlich Hände waschen.
  1. 1
    Samenschale anritzen

    Die harte Samenschale mit Schleifpapier vorsichtig anrauen (skarifizieren), um die Keimung zu erleichtern. Unbedingt Handschuhe tragen, da die Samen hochgiftig sind.

  2. 2
    Einweichen

    Die angeritzten Samen 24 Stunden in warmem Wasser einweichen.

  3. 3
    Aussaat

    Samen 2-3 cm tief in gut durchlässiges, feuchtes Anzuchtsubstrat legen und warm (über 20°C) sowie hell stellen.

  4. 4
    Pflege der Keimlinge

    Substrat gleichmäßig feucht halten; Keimung erfolgt meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen.

Benötigte Materialien:

AnzuchterdeAnzuchttopfSchleifpapier oder FeileHandschuhe
⏱️ Zeit: 2-4 Wochen 📊 Erfolgsrate: medium 🗓️ Beste Jahreszeit: Frühling
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Vermehrung durch Stecklinge

  • Hohe Luftfeuchtigkeit rund um den Steckling begünstigt die Bewurzelung.
  1. 1
    Steckling schneiden

    Einen 10-15 cm langen, halbverholzten Trieb unterhalb eines Blattknotens abschneiden.

  2. 2
    Bewurzelungshormon anwenden

    Die Schnittstelle in Bewurzelungshormon tauchen.

  3. 3
    Einpflanzen

    Den Steckling in feuchtes, durchlässiges Substrat stecken und an einem warmen, hellen, aber nicht vollsonnigen Ort bewurzeln lassen.

Benötigte Materialien:

BewurzelungshormonAnzuchtsubstratScharfes, sauberes Messer
⏱️ Zeit: 6-8 Wochen 📊 Erfolgsrate: medium 🗓️ Beste Jahreszeit: Frühling

Wie groß wird Paternostererbse?

TLDR: Paternostererbse kann bis zu 10.0m hoch werden mit einer Schnell Wachstumsrate.

📏

Maximale Höhe

10.0m

📈

Wachstumsrate

Schnell

🍃

Laub

Laubabwerfend

⚠️

Achtung: Giftige Pflanze

Diese Pflanze kann beim Verschlucken giftig sein. Außer Reichweite halten von:

🐱 Katzen 🐶 Hunden 👶 Kindern

Verwendung

🌺

Zierpflanze

Toll zur Dekoration

💊

Heilpflanze

Heilende Eigenschaften

💊

Medizinische Verwendung

  • Traditionelle Anwendung in der Ayurveda-Medizin: Wurzeln und Blätter wurden nach aufwendiger Entgiftung äußerlich und stark verdünnt gegen Hautleiden, Haarausfall und Geschwüre eingesetzt.
  • Von jeglicher Selbstanwendung wird dringend abgeraten – die Samen enthalten das tödlich giftige Abrin, es gibt kein Gegenmittel.
🍽️

Kulinarische Verwendung

  • Die Blätter schmecken durch einen glycyrrhizinähnlichen Inhaltsstoff leicht süßlich und wurden regional als Süßholz-Ersatz ('Indischer Süßholzstrauch') für Tees verwendet.
  • Die Samen selbst sind hochgradig giftig und dürfen unter keinen Umständen verzehrt werden.

Welche Krankheiten befallen Paternostererbse häufig?

TLDR: Paternostererbse ist anfällig für 3 bekannte Krankheiten. Regelmäßig kontrollieren für eine frühzeitige Erkennung.

Blattläuse

Mittel

Blattläuse sind kleine, weichhäutige, birnenförmige Insekten (1,5 bis 3 mm lang), die sich von nährstoffreichem Pflanzensaft ernähren, den sie aus den Leitungsbahnen saugen. Sie vermehren sich rasant und können Pflanzen schnell schwächen, Wuchsverformungen verursachen und Pflanzenviren übertragen. Blattläuse treten in verschiedenen Farben auf, darunter grün, schwarz, rot, gelb, braun und grau. Sie scheiden Honigtau aus, eine klebrige Substanz, die Ameisen anlockt und das Wachstum von Rußtaupilzen begünstigt.

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Spinnmilben

Hoch

Spinnmilben sind winzige Spinnentiere (weniger als 1,25 mm lang), die mit Spinnen und Zecken verwandt sind und sich von Pflanzensaft ernähren. Sie gedeihen bei heißen, trockenen Bedingungen und können erhebliche Schäden an Zier- und Gemüsepflanzen verursachen. Bei starkem Befall können Ernteausfälle 14 % oder mehr erreichen, da diese Schädlinge wichtige Pflanzenprozesse wie Photosynthese, Kohlendioxidaufnahme und Transpiration stören.

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Wurzelfäule

Hoch

Wurzelfäule ist eine schwerwiegende Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem von Pflanzen befällt und zum Verfall und Absterben führt. Sie wird hauptsächlich durch Überwässerung, schlechte Drainage oder bodenbürtige Pilze wie Pythium, Phytophthora, Rhizoctonia und Fusarium verursacht. Die Krankheit gedeiht unter Staunässebedingungen, bei denen die Wurzeln mit Sauerstoff unterversorgt sind und dadurch anfällig für Pilzinfektionen werden.

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Bedeutung & Symbolik

Die glänzenden rot-schwarzen Samen wurden traditionell zu Rosenkränzen, Gebetsketten und Schmuck verarbeitet und dienten in Indien historisch als Gewichtseinheit ('Ratti') beim Abwiegen von Gold und Edelsteinen. Trotz ihrer Schönheit stehen die Samen zugleich sinnbildlich für die Gefahr, die von der Natur ausgehen kann, da sie zu den giftigsten pflanzlichen Samen überhaupt zählen.

Mit ähnlichen Pflanzen vergleichen

Merkmal Schwierigkeitsgrad Licht Gießen Tierfreundlich
Klebrige Liliensimse Schwer Helles indirektes Licht 1d ✓
Zottiger Dornginster Einfach Direkte Sonne 14d ✓
Amerikanische Gleditsie Mittel Direkte Sonne 14d ✓
Alpen-Goldregen Mittel Helles indirektes Licht 10d ⚠️

Auswählen & Vergleichen

vs

Quellen & Referenzen

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