Lamiaceae
Schwarznessel: Aromatische Pflanze
Ballota nigra
Die Schwarznessel ist eine äußerst anspruchslose und pflegeleichte Pflanze. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und toleriert auch karge, nährstoffarme Böden, sofern diese gut durchlässig sind. Eine Bewässerung ist nur bei langanhaltender Trockenheit erforderlich; Winterfröste übersteht sie dank ihres unterirdischen Wurzelstocks gut. Gegenüber Schädlingen und Krankheiten ist sie im Allgemeinen resistent, an bewässerten, schattigen oder zu dicht bepflanzten Standorten können jedoch Mehltau und Blattläuse auftreten.
Alle 7 Tage
Halbschatten
10° - 28°C
40% - 60%
Kategorien
Was ist Schwarznessel?
Schwarznessel (Ballota nigra) ist eine Pflanze mit einfach Pflegeaufwand aus der Familie Lamiaceae. Die Schwarznessel (Ballota nigra) ist eine ausdauernde Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, ist sie heute in ganz Europa an Wegrändern und in Unkrautgesellschaften verbreitet. Ihre vierkantigen, behaarten Stängel tragen runzelige, g...
Schwarznessel wird bis zu 90cm, Breite von 80 cm, Gießen alle 7 Tage, 10°C – 28°C, 40–60% Luftfeuchtigkeit groß. Es ist nicht geeignet für Innenräume und sicher für Haustiere.
Im Gegensatz zu vielen Tropenpflanzen verträgt Schwarznessel Gießfehler. Ideal für Anfänger. Im Gegensatz zu vielen beliebten Arten ist Schwarznessel sicher für Haustiere.
Wie pflegt man Schwarznessel?
TLDR: Schwarznessel benötigt Halbschatten, Gießen alle 7 Tage und Temperaturen zwischen 10-28°C bei 40-60% Luftfeuchtigkeit.
Wie oft sollte man Schwarznessel gießen?
Gießen Sie nur, wenn die oberste Bodenschicht vollständig ausgetrocknet ist — die Schwarznessel verträgt Trockenheit gut, reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe, da diese zu Wurzelfäule führen kann.
Wie viel Licht braucht Schwarznessel?
Am besten gedeiht sie an sonnigen oder halbschattigen Plätzen, überlebt aber auch im tieferen Schatten, wobei sie dort weniger Blüten bildet.
Welche Erde ist die beste für Schwarznessel?
Sie ist nicht wählerisch beim Boden: Ob sandig, lehmig oder sogar tonig, wichtig ist eine gute Drainage — dauerhaft feuchte, verdichtete Böden verträgt sie schlecht.
Welchen Topf sollte man für Schwarznessel verwenden?
Sie eignet sich primär für die Freilandpflanzung an Wegrändern oder in Wildgärten; falls sie dennoch im Topf gehalten wird, sollte ein breites, flaches Gefäß mit großzügigen Abflusslöchern gewählt werden, da ihr kriechender Wurzelstock eher in die Breite wächst.
Was ist Schwarznessel und woher kommt sie?
Die Schwarznessel (Ballota nigra) ist eine ausdauernde Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, ist sie heute in ganz Europa an Wegrändern und in Unkrautgesellschaften verbreitet. Ihre vierkantigen, behaarten Stängel tragen runzelige, gekerbte Blätter, die beim Zerreiben einen charakteristischen, unangenehmen und muffigen Geruch verströmen — daher rührt auch ihr Gattungsname, der im Altgriechischen so viel wie 'abstoßend' bedeutet. Im Sommer und Frühherbst erscheinen rosa-violette Lippenblüten in dichten Scheinquirlen, die nach dem ersten Frost fast weiß verblassen. Mithilfe ihrer unterirdischen Rhizome breitet sie sich oft in mehrere Quadratmeter großen Beständen aus und übersteht den Winter problemlos.
Wie vermehrt man Schwarznessel?
Aussaat
Die Keimung kann 3 bis 6 Wochen dauern; haben Sie Geduld und halten Sie die jungen Sämlinge im Schatten gleichmäßig feucht.
- 1 Säen Sie die Samen im Frühjahr oder Herbst im Kaltgewächshaus oder in einer abgedeckten Anzuchtschale aus, indem Sie sie auf die Oberfläche streuen oder nur flach mit Erde bedecken.
- 2 Halten Sie den Boden bis zur Keimung gleichmäßig feucht bei etwa 15°C.
- 3 Sobald die Sämlinge groß genug sind, pikieren Sie diese einzeln in kleine Töpfe.
- 4 Pflanzen Sie sie im späten Sommer oder im darauffolgenden Herbst an ihren endgültigen Standort aus.
Benötigte Materialien:
Teilung
Wässern Sie die neuen Teilstücke nach dem Einpflanzen gründlich, damit sie einen guten Bodenanschluss finden.
- 1 Graben Sie im Frühjahr den Wurzelstock der Mutterpflanze aus.
- 2 Teilen Sie ihn mit einem scharfen, sauberen Messer oder einem Spaten in mehrere bewurzelte Abschnitte.
- 3 Größere Teilstücke können direkt an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden.
- 4 Kleinere Stücke sollten in Töpfen an einem kühlen, lichtgeschützten Ort weiterkultiviert werden, bis sie kräftig genug sind.
Benötigte Materialien:
Wie groß wird Schwarznessel?
TLDR: Schwarznessel kann bis zu 90cm hoch werden mit einer Mittel Wachstumsrate.
Maximale Höhe
90cm
Breite
80cm
Wachstumsrate
Mittel
Laub
Laubabwerfend
Achtung: Giftige Pflanze
Diese Pflanze kann beim Verschlucken giftig sein. Außer Reichweite halten von:
Verwendung
Heilpflanze
Heilende Eigenschaften
Aromatisch
Angenehmer Duft
Medizinische Verwendung
- Traditionell wurde sie als beruhigendes und krampflösendes Kraut zur Linderung von Nervosität und Schlafstörungen eingesetzt.
- Sie fand Anwendung als Antiemetikum gegen Übelkeit bei Reisen oder während der Schwangerschaft.
- In der Volksheilkunde wurde sie zudem als Mittel gegen Husten und zur Linderung von Atemwegsbeschwerden genutzt.
- Da die heutige wissenschaftliche Evidenz begrenzt ist, sollte vor einer medizinischen Anwendung fachkundiger Rat eingeholt werden.
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Welche Krankheiten befallen Schwarznessel häufig?
TLDR: Schwarznessel ist anfällig für 5 bekannte Krankheiten. Regelmäßig kontrollieren für eine frühzeitige Erkennung.
Blattläuse
Blattläuse sind kleine, weichhäutige, birnenförmige Insekten (1,5 bis 3 mm lang), die sich von nährstoffreichem Pflanzensaft ernähren, den sie aus den Leitungsbahnen saugen. Sie vermehren sich rasant und können Pflanzen schnell schwächen, Wuchsverformungen verursachen und Pflanzenviren übertragen. Blattläuse treten in verschiedenen Farben auf, darunter grün, schwarz, rot, gelb, braun und grau. Sie scheiden Honigtau aus, eine klebrige Substanz, die Ameisen anlockt und das Wachstum von Rußtaupilzen begünstigt.
Spinnmilben
Spinnmilben sind winzige Spinnentiere (weniger als 1,25 mm lang), die mit Spinnen und Zecken verwandt sind und sich von Pflanzensaft ernähren. Sie gedeihen bei heißen, trockenen Bedingungen und können erhebliche Schäden an Zier- und Gemüsepflanzen verursachen. Bei starkem Befall können Ernteausfälle 14 % oder mehr erreichen, da diese Schädlinge wichtige Pflanzenprozesse wie Photosynthese, Kohlendioxidaufnahme und Transpiration stören.
Echter Mehltau
Echter Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilzarten verursacht wird, darunter Erysiphe, Podosphaera, Oïdium und Leveillula. Sie befällt weltweit über 10.000 Pflanzenarten. Die Krankheit gedeiht in warmen, trockenen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit und zeigt sich als charakteristischer weißer Puderbelag auf Pflanzenoberflächen.
Falscher Mehltau
Falscher Mehltau ist eine pilzähnliche Krankheit, die durch Oomyzeten (Wasserschimmel) verursacht wird und unter kühlen, feuchten Bedingungen gedeiht. Sie befällt eine Vielzahl von Pflanzen und verursacht vergilbende Blätter mit einem flaumigen weißgrauen Belag auf der Blattunterseite, was bei unbehandeltem Verlauf zu Entlaubung und Ertragseinbußen führt.
Bedeutung & Symbolik
In der Volkstradition gilt die Schwarznessel als Symbol für Zähigkeit und Ausdauer: Sie siedelt sich selbst auf ungünstigen, gestörten Böden an und behauptet sich mit ihren dichten Beständen über Jahre hinweg dort, wo andere Pflanzen kaum eine Chance hätten.
Mit ähnlichen Pflanzen vergleichen
| Merkmal | Schwierigkeitsgrad | Licht | Gießen | Tierfreundlich |
|---|---|---|---|---|
| Feldahorn | Einfach | Helles indirektes Licht | 14d | ✓ |
| Hänge-Birke | Einfach | Direkte Sonne | 14d | ✓ |
| Kokardenblume | Einfach | Direkte Sonne | 10d | ✓ |
| Stacheldrahtpflanze | Einfach | Direkte Sonne | 14d | ✓ |