Johannisbeerblasenlaus: Schädlingsbekämpfung | Erkennen & behandeln
Cryptomyzus ist eine Gruppe kleiner, Pflanzensaft saugender Blattläuse, die am häufigsten Johannisbeeren und Stachelbeeren (Ribes) befallen. Sie ernähren sich hauptsächlich auf der Unterseite junger Blätter und verursachen blasige, gewölbte oder gekräuselte Stellen, die sich gelb, rot oder bronzefarben verfärben. Möglicherweise sind auch klebriger Honigtau und Ameisen zu sehen, welche die Kolonien pflegen. Stark befallene Triebe können kümmerlich wachsen und die Erträge können sinken, aber gesunde, gut gepflegte Pflanzen erholen sich in der Regel nach dem Hauptaustrieb im Frühjahr.
Was ist Johannisbeerblasenlaus?
Johannisbeerblasenlaus ist ein Schädlings- Zustand mit mittel Schweregrad, der Pflanzen befällt. Cryptomyzus ist eine Gruppe kleiner, Pflanzensaft saugender Blattläuse, die am häufigsten Johannisbeeren und Stachelbeeren (Ribes) befallen. Sie ernähren sich hauptsächlich auf der Unterseite junger Blätter und verursachen blasige, gewölbte oder gekräuselte Stellen, die sich gelb, rot oder bronzefar...
Johannisbeerblasenlaus ist eine Schädlings- Krankheit mit mittel Schweregrad.
Im Gegensatz zu Pilzkrankheiten kann Johannisbeerblasenlaus schnell mit integriertem Management kontrolliert werden. Ohne sofortiges Handeln breitet sich der Befall auf benachbarte Pflanzen aus. Im Gegensatz zu vielen häufigen Krankheiten ist Johannisbeerblasenlaus nicht zwischen Pflanzen übertragbar.
🧪 Natürlich vs. chemisch: Welche Behandlung hilft gegen Johannisbeerblasenlaus?
🌱 Natürliche Lösungen
- ✓ Entfernen Sie Blattläuse, indem Sie die Blattunterseiten mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.
- ✓ Knipsen oder schneiden Sie stark deformierte Blätter ab und entsorgen Sie diese im Hausmüll; nicht kompostieren.
- ✓ Halten Sie den Bereich unkrautfrei und entfernen Sie Schnittgut, um Unterschlupfmöglichkeiten zu reduzieren.
- ✓ Fördern Sie natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer, Schwebfliegenlarven, Florfliegen und kleine Schlupfwespen, indem Sie nektarreiche Blumen in der Nähe pflanzen und auf Breitbandinsektizide verzichten.
- ✓ Verwenden Sie Gelbtafeln, um geflügelte Blattläuse frühzeitig zu erkennen.
- ✓ Spülen Sie bei Topfpflanzen das Laub vorsichtig im Waschbecken oder unter der Dusche ab.
- ✓ Bei leichtem Befall können kleine Kolonien von Hand abgewischt oder zerdrückt werden.
- ✓ Bei jährlich wiederkehrendem Befall decken Sie die Pflanzen während des frühen Wachstums mit einem feinen Insektenschutznetz oder Vlies ab und entfernen Sie dieses während der Blüte, um die Bestäubung zu ermöglichen.
💉 Chemische Lösungen
- ✓ Verwenden Sie Produkte, die für essbare Ribes-Arten zugelassen sind, wenn eine chemische Bekämpfung erforderlich ist.
- ✓ Nutzen Sie umweltschonende Optionen wie Insektizidseifen auf Basis von Kaliumsalzen von Fettsäuren sowie Gartenbauöle wie Mineral- oder Paraffinöl, um die Blattläuse zu ersticken.
- ✓ Verwenden Sie Produkte auf Neembasis mit Azadirachtin oder natürliche Pyrethrine für gezielte Einzelbehandlungen.
- ✓ Die Anwendung sollte abends erfolgen; vermeiden Sie das Spritzen in offene Blüten und schützen Sie Bestäuber.
- ✓ Benetzen Sie die Blattunterseiten gründlich und wiederholen Sie die Anwendung nach 7 bis 10 Tagen.
- ✓ Vermeiden Sie systemische Produkte, die in Ihrer Region nicht für Lebensmittelkulturen zugelassen sind.
🛡️ Wie beugt man Johannisbeerblasenlaus vor?
TLDR: Johannisbeerblasenlaus mit 7 wesentlichen Pflegemaßnahmen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zur Früherkennung.
- ✓ Pflanzen Sie Johannis- und Stachelbeeren an sonnigen, luftigen Standorten und schneiden Sie diese so, dass eine offene Krone erhalten bleibt.
- ✓ Vermeiden Sie überschüssigen Stickstoff, der weiche, für Blattläuse anfällige Triebe begünstigt, und verwenden Sie ausgewogenen Dünger oder Langzeitdünger.
- ✓ Wässern Sie während Trockenperioden regelmäßig, um Stress zu reduzieren.
- ✓ Kontrollieren Sie den Neuaustrieb im zeitigen Frühjahr wöchentlich, damit Sie eingreifen können, bevor sich die Blätter fest einrollen.
- ✓ Bekämpfen Sie Ameisen, die Blattläuse schützen, indem Sie Nester in der Nähe der Pflanzen kontrollieren.
- ✓ Tragen Sie während der Winterruhe ein Austriebsspritzmittel auf Ölbasis auf, um überwinternde Eier an den Zweigen zu reduzieren.
- ✓ Wählen Sie, sofern verfügbar, Sorten mit bekannter Toleranz und vermeiden Sie den Austausch befallener Stecklinge zwischen Gärten.
🔗Verwandte Krankheiten

Weiße Fliege
Weiße Fliegen (Familie Aleyrodidae) sind winzige, saugende Insekten, die in warmer, stehender Luft gedeihen. Sie kommen häufig an Zimmerpflanzen, Gewächshauskulturen und Gartenpflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken, Fuchsien, Hibiskus, Weihnachtssternen, Zitrusfrüchten und vielen Kräutern vor. Oft sieht man kleine weiße Adulte aufflattern, wenn man die Pflanze berührt, klebrigen Honigtau auf Blättern oder Oberflächen in der Nähe, schwarzen Rußtaupilz, der auf diesem Honigtau wächst, sowie Blätter, die vergilben, sich kräuseln oder abfallen. Untersuchen Sie die Blattunterseiten auf blasse, schildlausähnliche Nymphen und winzige Eier, die in kleinen Bögen abgelegt wurden. Ein starker Befall schwächt die Pflanzen und verzögert das Wachstum.

Buchenwolllaus
Phyllaphis ist eine Gattung von Wolläusen, die vor allem Buchen (Fagus) befallen, typischerweise Rotbuchen und Blutbuchen in Hecken oder als Einzelbäume. Sie saugen im Frühjahr und Frühsommer Pflanzensaft aus jungen Trieben und Blattunterseiten. Anzeichen eines Befalls sind gekräuselte oder eingerollte Blätter, klebriger Honigtau, schwarzer Rußtau und ein weißer, wattiger Belag um die Kolonien. Die Pflanzen überleben in der Regel, aber ein starker Befall kann den Neuaustrieb schwächen und die Hecke klebrig und unansehnlich machen. Die Läuse überwintern oft als Eier an dünnen Zweigen in der Nähe der Knospen.
Erdfloh-Befall
MittelErdflöhe sind kleine, springende Insekten, die die Blätter vieler Gemüsepflanzen fressen. Sie nagen zahlreiche kleine, kreisförmige Löcher, was ein charakteristisches „Schrotschuss“-Erscheinungsbild erzeugt. Während etablierte Pflanzen den Schaden oft tolerieren können, sind junge Setzlinge sehr anfällig und können bei starkem Befall im Wachstum gehemmt oder abgetötet werden.

Wollige Blattläuse
Prociphilus ist eine Gattung von Wollläusen, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie bilden einen flauschigen, weißen, watteähnlichen Belag auf Blättern, Trieben oder manchmal auch an den Wurzeln. Zu den Anzeichen gehören klebriger Honigtau, Rußtaupilze, die auf dem Honigtau wachsen, Blattkräuselungen oder Verformungen sowie Ansammlungen winziger, weichhäutiger Insekten, die in der „Wolle“ verborgen sind. Ameisen sind oft in ihrer Nähe aktiv, da sie sich vom Honigtau ernähren. Diese Blattläuse befallen häufig Erlen und Ahorn (Wollige Erlenblattlaus) sowie Eschen (Wollige Eschenblattlaus). Sie bringen etablierte Bäume selten zum Absterben, können aber Jungpflanzen schwächen und ein klebriges Verschmutzungsproblem verursachen.