Pflaumentaschen: Pilzkrankheit | Behandlungsanleitung
Taphrina pruni ist eine Pilzerkrankung bei Pflaumen und anderen Prunus-Arten (z. B. Zwetschgen und Schlehen). Sie infiziert Blüten und sehr junge Früchte während kühler, feuchter Frühlingswitterung. Das Hauptsymptom sind deformierte, geschwollene, hohle Früchte ohne Stein; sie wirken blass oder gelblich, fühlen sich schwammig an und können später einen weißlichen, pudrigen Belag entwickeln. Befallene Früchte fallen vorzeitig ab. Blätter und Triebe sind meist kaum betroffen, aber ein starker Befall kann die Ernte der Saison erheblich reduzieren.
Was ist Pflaumentaschen?
Pflaumentaschen ist ein pilzbedingt Zustand mit mittel Schweregrad, der Pflanzen befällt. Taphrina pruni ist eine Pilzerkrankung bei Pflaumen und anderen Prunus-Arten (z. B. Zwetschgen und Schlehen). Sie infiziert Blüten und sehr junge Früchte während kühler, feuchter Frühlingswitterung. Das Hauptsymptom sind deformierte, geschwollene, hohle Früchte ohne Stein; sie wirken blass oder gelb...
Pflaumentaschen ist eine pilzbedingt Krankheit mit mittel Schweregrad. Sie befällt 2 Pflanzenarten in unserer Datenbank. Dieser Zustand ist ansteckend und kann sich zwischen Pflanzen ausbreiten.
Im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen breitet sich Pflaumentaschen langsam aus, ist aber schwerer zu bekämpfen. Ohne Behandlung erholen sich betroffene Blätter nicht. Ohne Isolierung können benachbarte Pflanzen innerhalb von Tagen infiziert werden.
🧪 Natürlich vs. chemisch: Welche Behandlung hilft gegen Pflaumentaschen?
🌱 Natürliche Lösungen
- ✓ Reagieren Sie schnell mit Hygienemaßnahmen und gezieltem Rückschnitt.
- ✓ Entfernen und entsorgen Sie alle deformierten Früchte sofort über den Hausmüll, sobald Sie diese entdecken; nicht kompostieren.
- ✓ Lichten Sie die Baumkrone nach der Ernte oder im Winter aus, damit Luft und Sonne den Baum schneller trocknen können; schneiden Sie totes und dünnes Holz heraus.
- ✓ Harken Sie abgefallene Früchte und Blätter zusammen und entfernen Sie diese aus dem Garten.
- ✓ Desinfizieren Sie Schnittwerkzeuge beim Wechsel zwischen den Bäumen mit 70%igem Alkohol.
- ✓ Wässern Sie nur im Wurzelbereich und nicht über das Laub, besonders während der Blütezeit.
- ✓ Halten Sie die Bäume durch eine ausgewogene Düngung gesund und vermeiden Sie übermäßige Stickstoffgaben, die weiches, anfälliges Gewebe fördern.
💉 Chemische Lösungen
- ✓ Wenden Sie Spritzungen mit Elementarschwefel präventiv vom Spätwinter bis zum frühen Frühjahr an und wiederholen Sie diese bei kühler, feuchter Witterung.
- ✓ Verwenden Sie kupferbasierte Fungizide wie Kupferhydroxid, Kupferoxychlorid oder Bordeauxbrühe als Austriebsspritzung, bevor sich die Blüten öffnen; bei Bedarf nach dem Laubfall wiederholen.
- ✓ Vermeiden Sie Spritzungen in die offene Blüte, um die Blütenorgane und Bestäuber zu schützen.
🛡️ Wie beugt man Pflaumentaschen vor?
TLDR: Pflaumentaschen mit 7 wesentlichen Pflegemaßnahmen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zur Früherkennung.
- ✓ Achten Sie jedes Jahr auf Trockenheit und Sauberkeit im Bestand.
- ✓ Führen Sie im Spätwinter einen Rückschnitt durch, um die Luftzirkulation und den Lichteinfall zu verbessern.
- ✓ Entfernen und entsorgen Sie heruntergefallenes Obst und Laub konsequent.
- ✓ Vermeiden Sie im Frühjahr die Bewässerung von oben, insbesondere kurz vor und während der Blüte.
- ✓ Halten Sie ausreichende Pflanzabstände ein, damit das Laub nach Regen schnell abtrocknen kann.
- ✓ Bei bekannter Krankheitsvorgeschichte und der Vorhersage eines kühlen, feuchten Frühlings sollten vor dem Austrieb zugelassene Schwefel- oder Kupferpräparate als Schutzmittel ausgebracht werden.
- ✓ Pflanzen Sie gesundes, standortgerechtes Pflanzgut an vollsonnigen Standorten mit guter Luftbewegung und halten Sie Werkzeuge sauber, um die Übertragung von Sporen zu vermeiden.
🔗Verwandte Krankheiten

Rost
Rostpilze (Pucciniales) sind Pilzkrankheiten, die auf Blättern, Stängeln oder Früchten rostfarbene, meist orange bis braune Pusteln mit pudrigem Sporenstaub bilden. Typisch sind kleine Flecken, die zu Kissen oder Ringen werden; Blätter vergilben, rollen sich ein und fallen früh ab. Die Pilze breiten sich vor allem bei feuchtem Wetter und dichtem Laub aus. Viele Zier- und Nutzpflanzen sind betroffen, häufig z. B. Rosen, Malven (Stockrosen), Birnen (Birnengitterrost) und Johannisbeeren. Manche Rostpilze benötigen zwei Wirtspflanzen für ihren Lebenszyklus, etwa Birne und bestimmte Wacholderarten.

Kirschen-Hexenbesen
Taphrina wiesneri ist eine Pilzerkrankung bei Kirschen (Prunus-Arten, einschließlich Süß-, Sauer- und Zierkirschen). Der Pilz überwintert in Knospen und Rinde und infiziert junge Blätter und Triebe bei kühlem, feuchtem Frühlingswetter. Frühe Blätter werden dick, runzelig und gekräuselt, oft mit rötlichen oder gelben Flecken und einem feinen weißlichen Belag auf der Oberfläche. Stark befallene Blätter können vorzeitig abfallen. Kleine Zweige können dichte Büschel aus schwachen, deformierten Trieben bilden (Hexenbesen).

Echter Mehltau
MittelEchter Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilzarten verursacht wird, darunter Erysiphe, Podosphaera, Oïdium und Leveillula. Sie befällt weltweit über 10.000 Pflanzenarten. Die Krankheit gedeiht in warmen, trockenen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit und zeigt sich als charakteristischer weißer Puderbelag auf Pflanzenoberflächen.

Wurzelfäule
HochWurzelfäule ist eine schwerwiegende Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem von Pflanzen befällt und zum Verfall und Absterben führt. Sie wird hauptsächlich durch Überwässerung, schlechte Drainage oder bodenbürtige Pilze wie Pythium, Phytophthora, Rhizoctonia und Fusarium verursacht. Die Krankheit gedeiht unter Staunässebedingungen, bei denen die Wurzeln mit Sauerstoff unterversorgt sind und dadurch anfällig für Pilzinfektionen werden.