Zwergpfeffer vermehren: So ziehst du neue Pflanzen aus Blattstecklingen
Ein einziges Blatt reicht völlig aus, um eine Peperomia argyreia zu vermehren. Die neue Pflanze entsteht dabei direkt an der Basis des eingepflanzten Blattstiels. Hier erfährst du, wie der Schnitt gelingt, warum Wurzeln lange vor dem ersten Trieb wachsen und worauf es in den sechs bis acht Wochen Wartezeit ankommt.
Um Stecklinge der Melonen-Peperomie zu ziehen, schneidest du ein gesundes Blatt so ab, dass 2,5 bis 4 cm des Stiels erhalten bleiben, der es mit der Pflanze verbindet. Stecke nur diesen Stiel schräg in einem Winkel von etwa 45 Grad in lockeres, feuchtes Substrat. Substrat ist die Blumenerde im Topf. Das eingepflanzte Blatt verwandelt sich nicht in die neue Pflanze. Es ernährt einen Trieb, der sich an der Basis des eingegrabenen Stiels bildet, und genau dieser Trieb wächst heran.
Wenn du weißt, wie lange du warten musst, wirfst du keinen Steckling weg, der sich eigentlich gut entwickelt. Die Iowa State University gibt an, dass sich Wurzeln meist in drei bis vier Wochen bilden. Die kleinen Triebe erscheinen nach sechs bis acht Wochen an der Basis jedes Stiels. Die Wurzelbildung ist nur der erste von zwei Schritten und belegt für sich allein noch nicht, dass der Steckling angewachsen ist.
Das Wichtigste im Überblick:
Ein einziges Blatt reicht aus, und es muss mitsamt dem Stiel abgetrennt werden. Die North Carolina State University führt den Zwergpfeffer auf der kurzen Liste jener Pflanzen, die sich über ein Blatt mit Stiel vermehren lassen, der in der Botanik als Petiolus bezeichnet wird.
Drei bis vier Wochen bis zu den Wurzeln, sechs bis acht Wochen bis zum ersten Trieb (Angaben der Iowa State University). Das sind zwei getrennte Phasen, und erst der Neuaustrieb zeigt den echten Erfolg.
Der Neuaustrieb wächst aus der Schnittstelle an dem Teil, der eingegraben ist. Das Vermehrungsmaterial der University of Florida mit Kentucky und der Texas A&M nutzt die Peperomie als Beispiel. Dort heißt es: „Die neuen Pflänzchen entwickeln sich aus den Hauptadern“ und „an jedem Blattstück kann sich mehr als ein Pflänzchen bilden“.
Stecke den Steckling sofort frisch ins Substrat, ohne die Schnittstelle antrocknen zu lassen. Das Antrocknenlassen ist ein Verfahren für Kakteen und schadet dem Zwergpfeffer nur. Das abgetrennte Blatt besitzt keine Wurzeln zur Wasseraufnahme. Die Iowa State University empfiehlt deshalb, die Mutterpflanze am Vortag zu gießen und den Schnitt direkt zu setzen.
Panaschierte Peperomien, also solche mit cremefarbenen Flecken oder Rändern, lassen sich nicht über Blattstecklinge vermehren. Der Nachwuchs wächst komplett grün nach, ohne die Flecken der Mutterpflanze. Die silbrigen Streifen der Wassermelonen-Peperomie sind etwas anderes: Sie sind die normale Musterung der Art.
Warum aus einem Peperomia-Blatt eine neue Pflanze wächst und bei den meisten anderen Arten nicht
Ein Steckling ist ein abgeschnittener Pflanzenteil, der neu bewurzelt wird, und Blattstecklinge bilden dabei eine Sonderform. Ein einzelnes Blatt besitzt keine Vegetationspunkte oder schlafenden Augen, aus denen neue Triebe wachsen könnten. Es muss Wurzeln und Knospen von Grund auf neu anlegen. Ein gewöhnlicher Kopf- oder Stängelsteckling bringt seine Knospen in den Blattachseln bereits mit und muss lediglich neue Wurzeln schlagen.
Das Vermehrungsmaterial der University of Florida, gemeinsam mit Kentucky und der Texas A&M, fasst den Punkt in einem Satz zusammen: Ein Blattsteckling „muss sowohl Triebe als auch Wurzeln regenerieren“. Die North Carolina State University ergänzt diesen Gedanken: Der Blattsteckling besitzt nicht die Knospe, die in der Blattachsel sitzt. Deshalb funktioniert er nur bei Pflanzen, die Adventivknospen bilden können, also Knospen, die außerhalb der gewöhnlichen Stellen entstehen.
Nur wenige Zimmerpflanzen beherrschen diese Adventivbildung. Neben dem Usambaraveilchen, dem Geldbaum und der Zamioculcas gehört die Peperomie dazu. Genau deshalb lässt sich die Peperomia argyreia auf eine Art vermehren, die vielen Zimmerpflanzen verwehrt bleibt. Das erklärt auch die lange Wartezeit: Die Pflanze, auf die du wartest, existiert am Tag des Einsteckens noch gar nicht.
Die Zamioculcas ist die andere weit verbreitete Zimmerpflanze, die sich über ein Blatt mit Stiel vermehren lässt. Die Anleitung zum Vermehren der Zamioculcas zeigt dieselbe Technik an einem Blatt, das sich stark von diesem unterscheidet.
Der richtige Schnitt: Das Blatt ist mittig gestielt
Die North Carolina State University stuft das Blatt von Peperomia argyreia als schildförmig (peltat) ein, was in der Pflanzenwelt selten vorkommt. Der Stiel setzt nicht am Blattrand an, sondern mitten auf der Blattunterseite. Die namensgebenden silbrigen Streifen entspringen genau diesem Punkt und ziehen sich entlang der Blattadern nach außen.

Dieser Aufbau erlaubt zwei verschiedene Vermehrungsmethoden, je nachdem, welches Pflanzenmaterial dir zur Verfügung steht.
Das ganze Blatt mit Stiel. Das ist die Methode, die Beratungsstellen für Peperomien beschreiben. Die Clemson University und North Carolina sagen dasselbe. Nimm das Blatt mit mindestens 2,5 cm Stiel ab und stecke den Stiel in die Erde: Die neuen Pflanzen bilden sich an seiner Basis. Ein Blatt kann mehr als eine Pflanze hervorbringen.
Die Blattstücke, wenn kein Stiel dran ist. Wenn das Blatt direkt an der Pflanze abgebrochen ist, kannst du es trotzdem noch verwenden. Schneide das Blatt keilförmig durch die Mitte ein, sodass jedes Stück eine Hauptblattader enthält, und stecke die Schnittkante in die Erde. Die Regeneration findet genau an den Schnittstellen der Blattadern statt. Das ist auch das Prinzip hinter dem Halbieren von Blättern. Die Bedingung, die kaum jemand erwähnt, ist die Blattader: Aus einem Stück ohne Hauptader wird nichts.
Wenn du zwischen beiden schwankst, nimm das ganze Blatt mit Stiel. Das ganze Blatt hat mehr Wasser- und Zuckerreserven, um den Austrieb während der Wochen des Wartens zu versorgen. Der Regenerationspunkt ist an der Stielbasis bereits fertig angelegt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Blattstecklinge
So gehst du nach den Empfehlungen der Universitätsgärtnereien Schritt für Schritt vor.
Gieße die Mutterpflanze am Vortag gründlich. Die Iowa State University nennt das als ersten Schritt: Der Steckling sollte prall mit Wasser gefüllt sein, da er ohne eigene Wurzeln zunächst keine Feuchtigkeit mehr nachliefern kann.
Wähle ein voll entwickeltes, festes Blatt mit klarem Muster und makelloser Oberfläche. Sehr junge Blätter haben zu wenig Reserven, alte, vergilbte Blätter baut die Pflanze bereits ab.
Schneide mit einer sauberen Schere, sodass 2,5 bis 4 cm Stiel am Blatt verbleiben. Ist der Stiel kürzer, nutzt du einfach das, was da ist.
Pflanze sofort ein, ohne den Schnitt trocknen zu lassen. Hier ist die Peperomie das Gegenteil des Kaktus. Beim Kakteenvermehren ist das Trocknen des Schnitts vor dem Einpflanzen Pflicht und der Schritt, der den Steckling rettet. Das Peperomienblatt ist dünn und speichert wenig Wasser, und genau aus seiner Schnittstelle treibt der neue Trieb aus. Ohne Wurzeln gleicht der Steckling diesen Feuchtigkeitsverlust nicht aus, und ein ausgetrockneter Steckling treibt gar nicht erst aus.
Stecke nur den Stiel schräg im 45-Grad-Winkel in die Erde. Bohre das Loch vorher mit einem Bleistift vor, um das Gewebe nicht zu quetschen. Wenn das Blatt nicht aufrecht hält, darf der unterste Blattansatz minimal mit eingesenkt werden.
Verwende ein Substrat, das Luft speichert. Reines Perlit funktioniert, ebenso grober Sand oder eine Mischung aus Perlit und Torf. Reine Topferde allein bleibt für einen Steckling meist zu feucht.
Stülpe eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf und lass die Öffnung locker. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist essenziell, solange noch keine Wurzeln vorhanden sind, und ein komplett geschlossener Beutel verhindert den Luftaustausch. Holzspieße oder Strohhalme halten das Plastik auf Abstand zum Blatt.
Sorge für indirektes Licht und Wärme. Gib dem Steckling täglich 4 bis 6 Stunden helles, indirektes Licht bei einer Lufttemperatur zwischen 18 und 24 °C. Direkte Sonne verbrennt das Blatt, erst recht unter der Plastikabdeckung, und zu wenig Licht lässt den Steckling faulen, bevor er Wurzeln schlägt.
Gieße erst, wenn das Substrat an der Oberfläche abtrocknet. In der Tüte kann das mehr als eine Woche dauern, und aus Gewohnheit zu gießen ist der Fehler, der die meisten Peperomien-Stecklinge tötet.
Der Zeitplan: Was Woche für Woche passiert
Das Warten ist lang und hat zwei Meilensteine. Die Tabelle unten nutzt die Fristen der Iowa State University und erklärt, was bei jedem zu tun ist.

Zeitpunkt | Was unter der Erde passiert | Was du tun musst |
|---|---|---|
Woche 0 bis 3 | Äußerlich tut sich nichts. Das Blatt bleibt stabil, weil es von eigenen Reserven zehrt | Nicht am Blatt ziehen und nicht vorsorglich gießen. Prüfe nur die Substratfeuchte |
Woche 3 bis 4 | An der Schnittstelle bilden sich feine Wurzeln, meist noch unsichtbar | Ein ganz zarter Zug am Blatt zeigt leichten Widerstand, wenn die Bewurzelung begonnen hat |
Woche 6 bis 8 | Fingernagelgroße Austriebe erscheinen an der Basis des Stiels | Öffne die Folientüte nach und nach über mehrere Tage, um den Steckling an normale Raumluft zu gewöhnen |
Woche 8 bis 12 | Der Austrieb bildet eigene Blätter und eigene Wurzeln | Pflanze die Jungpflanze vorsichtig in einen kleinen Topf mit normaler Erde um |
Später | Das ursprüngliche Mutterblatt wird allmählich gelb und welkt | Schneide das Mutterblatt ab, wenn es dunkel wird. Das Entfernen des Mutterblatts schadet der Jungpflanze nicht. |
Nach dem Umtopfen wird die Jungpflanze wie ein erwachsener Zwergpfeffer gegossen, und das Intervall hängt von der Blattdicke der Art ab. Die Anleitung dazu, wie oft man Peperomien gießt, enthält den Test, der den Kalender ersetzt.
Das ursprüngliche Blatt wird nie selbst zu einer Pflanze. Laut der North Carolina State University kann man das Mutterblatt nach der Bewurzelung vorsichtig von der Jungpflanze trennen und erneut einstecken. Solange es fest und grün ist, liefert es Energie.
Wurzeln im Wasserglas oder in Erde: Was funktioniert besser?
Beide bewurzeln, und der Unterschied zeigt sich später. Die Iowa State University beschreibt, was sich ändert. Die im Wasser gebildete Wurzel ist dicker und passt sich deshalb nicht gut an das Substrat an. Ein im Wasser bewurzelter Steckling kann nach dem Einpflanzen einige Tage lang welken, Blätter verlieren oder an den Spitzen eintrocknen. Das ist kein Fehler von dir.
Möchtest du das Wurzelwachstum dennoch im Glas beobachten, wechsle das Wasser ein- bis zweimal pro Woche. Der Wasserstand darf nie so weit sinken, dass neue Wurzeln in der Luft hängen. Sobald sie etwa 2,5 cm lang sind, wird eingetopft.
Im Wasser schlägt das Blatt der Peperomie zwar leicht Wurzeln, braucht aber länger zum Austreiben – und genau auf diesen Austrieb wartest du. Um eine Melonen-Peperomie aus nur einem Blatt zu vermehren, gelangst du im Substrat mit weniger Schritten zur gleichen Jungpflanze.
Die Vermehrung im Wasser hat durchaus ihren Platz, aber eben bei anderen Arten. Beim Vermehren von Glücksbambus ist das Wasser das natürliche Umfeld der Pflanze und kein Umweg.
Lohnt sich Bewurzelungspulver bei Blattstecklingen?
Kaum. Bewurzelungshormone fördern ausschließlich die Bildung von Wurzeln. Doch die Wurzeln sind nicht der Flaschenhals: Sie wachsen nach drei bis vier Wochen, während der Neuaustrieb sechs bis acht Wochen braucht. Auf die Triebbildung hat das Hormon keinen Einfluss.
Die Iowa State University stuft diesen Schritt bei der Vermehrung über Blattstecklinge mit Stiel als optional ein („falls gewünscht“). Der Produktionsleitfaden der University of Florida erklärt den Grund aus Sicht des Erwerbsanbaus: „Insgesamt bewurzeln Peperomienstecklinge problemlos“.
Falls du Bewurzelungspulver nutzt, nimm sehr wenig. Zu viel Hormon kann das Wurzelwachstum paradoxerweise sogar ausbremsen. Gib immer eine kleine Menge auf eine separate Unterlage; tauchst du den Stiel direkt in die Dose, verkeimst du den gesamten Vorrat.
Warum Blattstecklinge vor dem Anwachsen abfaulen
Das ist der häufigste Fehler, und er hat vier Ursachen. Ein verfaulter Steckling erholt sich nicht mehr, und die vier unten genannten Ursachen wirken zusammen: Nur eine davon zu vermeiden, reicht nicht aus.
Substrat ohne Luft. Der Produktionsleitfaden der Universität von Florida hält fest, dass die Wurzeln der Peperomie sehr empfindlich auf durchnässtes Substrat reagieren. Wasser verdrängt den Platz für Luft und erstickt die Wurzel. Aus diesem Grund verlangt das Bewurzelungssubstrat Perlit oder groben Sand und keine reine Erde.
Zu wenig Licht. Bei zu wenig Licht produziert das Blatt nicht genügend Zucker, um Wurzel und Austrieb zu versorgen. Der Steckling fault oder trocknet ein, bevor er wurzelt, so die Iowa State University. Helles, indirektes Licht ist nicht dasselbe wie eine helle Zimmerecke.
Bodenpilze. Der Leitfaden aus Florida beschreibt zwei Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Anzeichen. Bei der Fäulnis durch Pythium und Phytophthora fault der Steckling auf Höhe des Substrats mit einer schwarzen, weichen Schadstelle. Die Wurzelrinde löst sich leicht vom Kern, wenn du daran ziehst. Bei der Fäulnis durch Sclerotium bildet sich an derselben Stelle ein brauner, weicher Bereich. Dazu kommen weiße, watteähnliche Fäden und harte, senffarbene Kügelchen.
Der Steckling war bereits krank. Wenn deine Pflanze an Fäulnis eingegangen ist und ein Blatt übrig geblieben ist, kann dieses Blatt denselben Pilz in sich tragen. Die Empfehlung der Universität von Florida lautet, den Steckling vor dem Pflanzen zu untersuchen und ihn zu entsorgen, wenn er Symptome zeigt. Topf und Substrat müssen neu sein. Wähle bevorzugt das Blatt, das am weitesten von der verfaulten Stelle entfernt ist, und verwende niemals die Erde aus dem alten Topf wieder.

Schau dir immer denselben Punkt an: die Basis des Stiels auf Höhe des Substrats. Ist der Stiel fest und gleichmäßig gefärbt, ist alles in Ordnung, selbst wenn noch nichts ausgetrieben ist. Ein dunkler, schlaffer und weicher Stielansatz bildet keine Wurzeln mehr: Entsorge das ganze Blatt und starte mit einem neuen Versuch.
Peperomia obtusifolia vermehren: So geht es bei dickblättrigen Arten
Nicht jede Peperomie lässt sich über Blätter vermehren, und die meistverkaufte Art in Brasilien gehört nicht dazu. Der Produktionsleitfaden der University of Florida unterteilt die Arten nach Methode: Die Melonen-Peperomie, die Caperata und P. griseoargentea vermehrt man über Blattstecklinge; den Zwergpfeffer (Peperomia obtusifolia), P. clusiifolia und die Philodendron-Peperomie vermehrt man über Kopfstecklinge.
Der Grund liegt im Wuchs: Die Wassermelonen-Peperomie wächst rosettenartig dicht am Boden und hat kaum Triebe, die man schneiden könnte. Die dickblättrige Peperomia obtusifolia bildet dagegen lange Stängel mit schlafenden Augen in den Blattachseln aus.
Schneide bei der dickblättrigen Peperomie einen etwa 7,5 bis 12,5 cm langen Trieb ab. Entferne die Blätter am unteren Drittel und stecke den blattlosen Teil in feuchtes Substrat. Diese Maße empfiehlt die Clemson University für die Gattung. Sie erwähnt auch, dass Peperomia obtusifolia gut in Wasser bewurzelt, was man nicht auf alle Arten übertragen kann.
Panaschierte Peperomien lassen sich nicht über Blätter vermehren, und der Fehler zeigt sich erst Wochen später. Panaschiert ist eine Peperomie mit cremefarbenen Flecken, Streifen oder Rändern auf den Blättern, wie die Peperomia obtusifolia mit cremefarbenem Rand. Der Leitfaden aus Florida sagt es deutlich: Um diese Pflanzen zu vermehren, muss der Steckling ein Kopf- oder Stängelsteckling mit einer oder mehreren Knospen sein.
Der Grund liegt im Aufbau dieses Blattes. Bei ihm stammen der grüne und der cremefarbene Teil aus verschiedenen Zellschichten, die übereinanderliegen. Laut dem Vermehrungsmaterial derselben Universität entsteht der Trieb, der aus einem geschnittenen Blatt wächst, nur aus einer einzigen Schicht. Bei diesen Pflanzen ist das die grüne Schicht. Das Ergebnis ist ein vollständig grüner Ableger ohne die cremefarbenen Streifen der Mutterpflanze.
Die silbrigen Streifen der Peperomia argyreia sind nicht diese Art von Panaschierung. Sie sind die normale Zeichnung der Art, und Erwerbsgärtner vermehren sie laut demselben Leitfaden aus Florida über Blätter.
Die Art deiner Peperomie bestimmt, ob du ein Blatt oder einen Trieb abschneidest. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Pflanze, nicht im Namen auf dem Etikett. Bloom (verfügbar für iOS) bestimmt die Art per Foto, und die kostenlose Version umfasst zwei Bestimmungen pro Monat.
Teilung und warum die Mutterpflanze absolut gesund sein muss
Peperomia argyreia lässt sich auch durch Teilung vermehren. Wachsen im Topf mehrere dichte Blattschopfe nebeneinander, nimmst du den Wurzelballen vorsichtig heraus. Trenne Teilstücke mit eigenen Wurzeln ab und pflanze sie separat ein. Das bringt sofort fertige Pflanzen, erfordert aber ein großes Exemplar. Unser Leitfaden zu Einblatt vermehren beschreibt das Teilen ausführlich an einer Pflanze, die man ausschließlich so vermehrt.
Unabhängig von der Methode gilt eine goldene Regel: Vermehre nur Pflanzen, die völlig frei von Krankheiten sind. Das Peperomia-Ringspot-Virus kann unbemerkt über scheinbar unauffällige Stecklinge weitergegeben werden. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Peperomia pflegen.
Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung
Der Frühling ist die von der Iowa State University und dem Produktionsleitfaden der University of Florida empfohlene Jahreszeit. In Brasilien dauert er von September bis Dezember. In dieser Zeit befindet sich die Pflanze im aktiven Wachstum.
Die Jahreszeit ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Dieselbe Quelle aus Iowa hält fest, dass sich die meisten Zimmerpflanzen zu jeder Jahreszeit erfolgreich vermehren lassen. Was die Jahreszeit tatsächlich ausmacht, ist die Temperatur. Bei Lufttemperaturen zwischen 18 und 24 °C bewurzelt der Steckling schneller, während er im Winter eines kalten Hauses länger braucht. In weiten Teilen Brasiliens liegt die Temperatur in Innenräumen das ganze Jahr über in diesem Bereich. Diesen Vorteil teilt die Peperomie mit anderen Pflanzen, die man im Haus kultiviert.
Häufig gestellte Fragen
Wie vermehrt man einen Zwergpfeffer?
Das richtet sich nach der Art. Bei weichblättrigen Arten wie Peperomia argyreia oder Peperomia caperata nimmst du ein Blatt mit 2,5 bis 4 cm Stiel und steckst den Stiel in lockeres Substrat. Bei dickfleischigen Arten wie Peperomia obtusifolia schneidest du einen Stängelsteckling und setzt dessen entlaubtes Ende in die Erde.
Kann man Peperomia argyreia im Wasser bewurzeln?
Der Steckling wurzelt im Wasser. Allerdings sind die dort gebildeten Wurzeln dicker und leiden beim Übergang in die Erde, so die Iowa State University. Die erwachsene Pflanze wächst in Substrat. Für Blattstecklinge bedeutet das Substrat weniger Schritte und ein geringeres Risiko, dass der Steckling beim Umpflanzen welkt.
Wie zieht man Peperomienstecklinge im Wasser?
Im Wasser gelingt es am schnellsten mit einem Stängelsteckling von Peperomia obtusifolia. Schneide einen Trieb ab, entferne die unteren Blätter und tauche nur den blattlosen Teil ins Wasser. Tausche das Wasser ein- bis zweimal pro Woche aus und pflanze den Steckling ein, sobald die Wurzeln etwa 2,5 cm lang sind. Ein Blatt bewurzelt zwar ebenfalls im Wasser, braucht für den Neuaustrieb aber länger.
Wie schneidet man Triebe zur Vermehrung richtig?
Schneide mit einer sauberen Schere direkt unterhalb der Stelle, an der ein Blatt aus dem Trieb wächst, denn dort sitzen die Knospen. Entferne bei einem 7,5 bis 12,5 cm langen Stück die Blätter im unteren Drittel und lass die oberen stehen. Grabe diesen entlaubten Teil ein, ohne Blätter mit einzugraben.
Kann man Peperomien im Wasser kultivieren?
Peperomia obtusifolia übersteht längere Zeit im Wasser, von Natur aus wachsen Zwergpfeffer aber terrestrisch oder als Epiphyten auf Ästen, nicht als Wasserpflanzen. Dauerhaft gedeihen sie in durchlässigem Substrat wesentlich besser. Im Wasser wachsen sie nur langsam und sind auf regelmäßigen Wasserwechsel und verdünnten Dünger angewiesen.
Bevorzugt der Zwergpfeffer Sonne oder Schatten?
Weder noch: Helles, indirektes Licht den ganzen Tag über, ohne dass die Sonne direkt auf das Blatt scheint. Direkte Sonne verbrennt das Blatt und hinterlässt helle, vertrocknete Flecken. Echter Schatten lässt den Stängel vergeilen und die Pflanze auseinanderfallen. Für den Blattsteckling gilt dieselbe Regel wie für die ausgewachsene Pflanze.
Zusammengefasst
Ein Blatt mit Stiel reicht der Wassermelonen-Peperomie völlig aus, um zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Der eigentliche Steckling ist dabei nicht das Blatt selbst, sondern der Trieb, der sich an der Basis des eingegrabenen Stiels bildet. Wurzeln entstehen nach drei bis vier Wochen und der neue Austrieb nach sechs bis acht Wochen; Geduld gehört also zum Verfahren dazu. Stecke den frisch geschnittenen Stiel ein, halte das Substrat luftig sowie das Blatt in indirektem Licht und kontrolliere bei Verdacht die Stielbasis. Besitzt deine Peperomie dicke oder panaschierte Blätter, schneidest du einen Trieb mit Knospe ab, kein Blatt.
Quellen
Steil, A. How to Propagate Houseplants by Leaf Petiole Cuttings. Extension der Iowa State University, überarbeitet im Januar 2025. Artikel
Henley, R. W., Osborne, L. S. und Chase, A. R. Peperomia Production Guide (Foliage Plant Research Note RH-91-25). Universität von Florida, IFAS, Central Florida Research and Education Center, Apopka. Archivierte Publikation
Cutting Types: Leaf Cuttings. Plant Propagation, Gemeinschaftsprojekt der University of Florida, der University of Kentucky und der Texas A&M University, 2023. Seite
Extension Gardener Handbook, Kapitel 13, Vermehrung. Extension der North Carolina State University. Kapitel
Peperomia argyraea. Extension Gardener Plant Toolbox, North Carolina State University. Steckbrief
Peperomia (Peperomia spp.) Indoor Plant Care and Growing Guide (HGIC 1567). Home & Garden Information Center der Clemson University. Merkblatt
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