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Pilzerkrankung ⚠️ Ansteckend

Fusarium: Pilzkrankheit | Behandlungsanleitung

Fusarium ist ein Bodenpilz, der hauptsächlich die Wurzeln und Leitungsbahnen von Pflanzen befällt. Er dringt durch kleine Wunden oder gestresste Wurzeln ein, wird durch Wärme und Staunässe begünstigt und behindert dann den Saftfluss: Es treten Vergilbungen auf, oft nur auf einer Seite der Pflanze, Welkeerscheinungen auch bei feuchter Erde, gehemmtes Wachstum und, beim Schneiden des Stängels, interne braune Streifen. Er befällt häufig Tomaten, Paprika, Auberginen, Basilikum, Gurken und Zucchini, aber auch Zierpflanzen wie Nelken und Alpenveilchen. Im Topf kann er sich als Wurzelfäule mit dunklem Wurzelhals zeigen.

Was ist Fusarium?

Fusarium ist ein pilzbedingt Zustand mit mittel Schweregrad, der Pflanzen befällt. Fusarium ist ein Bodenpilz, der hauptsächlich die Wurzeln und Leitungsbahnen von Pflanzen befällt. Er dringt durch kleine Wunden oder gestresste Wurzeln ein, wird durch Wärme und Staunässe begünstigt und behindert dann den Saftfluss: Es treten Vergilbungen auf, oft nur auf einer Seite der Pflanze, W...

Fusarium ist eine pilzbedingt Krankheit mit mittel Schweregrad. Sie befällt 1 Pflanzenarten in unserer Datenbank. Dieser Zustand ist ansteckend und kann sich zwischen Pflanzen ausbreiten.

Im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen breitet sich Fusarium langsam aus, ist aber schwerer zu bekämpfen. Ohne Behandlung erholen sich betroffene Blätter nicht. Ohne Isolierung können benachbarte Pflanzen innerhalb von Tagen infiziert werden.

🧪 Natürlich vs. chemisch: Welche Behandlung hilft gegen Fusarium?

🌱 Natürliche Lösungen

  • Reißen Sie stark befallene Pflanzen und Wurzeln aus und entsorgen Sie diese im Restmüll, nicht kompostieren.
  • Verbessern Sie Drainage und Belüftung, indem Sie Töpfe mit großen Löchern und einer Drainageschicht vorbereiten, leichte und saubere Erde verwenden und Staunässe sowie abendliches Gießen vermeiden.
  • Desinfizieren Sie Werkzeuge und Töpfe mit 70%igem Alkohol oder 10%iger Bleiche und spülen Sie gut nach.
  • Im Beet beachten Sie den Fruchtwechsel für 3–4 Jahre bei Nachtschattengewächsen und Kürbisgewächsen und praktizieren Sie die sommerliche Bodensolarisation, indem Sie den Boden 4–6 Wochen lang mit transparenter Plastikfolie abdecken.
  • Führen Sie das Umtopfen durch, indem Sie die alte Erde entfernen, faule Wurzeln abschneiden und in neues, sauberes Substrat umtopfen.
  • Führen Sie nützliche Mikroorganismen (Trichoderma harzianum/atroviride, Bacillus subtilis oder B. amyloliquefaciens) bei der Aussaat oder beim Umtopfen oder durch Bewässerung gemäß den Anweisungen ein, um die Besiedlung des Substrats und die Konkurrenz mit dem Erreger zu fördern.
  • Wählen Sie resistente Sorten oder Unterlagen (suchen Sie bei Tomaten nach Kürzeln wie FOL) oder erwägen Sie die Veredelung auf tolerante Unterlagen.
  • Reduzieren Sie Stress, indem Sie regelmäßig morgens gießen, den Wurzelhals trocken halten und im Gewächshaus für Beschattung und Belüftung sorgen.

💉 Chemische Lösungen

  • Verwenden Sie nur in Deutschland für die Kultur und für den nicht-professionellen Gebrauch zugelassene Produkte.
  • Wo erlaubt, wenden Sie Azoxystrobin-haltige Formulierungen gemäß den Gebrauchsanweisungen an.
  • Verwenden Sie Kaliumphosphite als Pflanzenstärkungsmittel oder Induktoren der Resistenz.
  • Bevorzugen Sie Hygienemaßnahmen und den Einsatz der im biologischen Abschnitt genannten nützlichen Mikroorganismen.

🛡️ Wie beugt man Fusarium vor?

TLDR: Fusarium mit 8 wesentlichen Pflegemaßnahmen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zur Früherkennung.

  • Kaufen Sie gesunde und zertifizierte Jungpflanzen und halten Sie Neuzugänge 10–14 Tage in Quarantäne.
  • Verwenden Sie hochwertige Erde und saubere Töpfe und verwenden Sie das Substrat kranker Pflanzen nicht wieder.
  • Vermeiden Sie überschüssiges Wasser, indem Sie morgens gießen, die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen und den Wurzelhals trocken halten.
  • Sorgen Sie für eine gute Drainage und Belüftung des Bodens und verdichten Sie die Erde nicht.
  • Ernähren Sie die Pflanzen ausgewogen ohne Stickstoffüberschuss und halten Sie den für die Art geeigneten pH-Wert ein.
  • Im Gemüsegarten beachten Sie Fruchtwechsel von 3–4 Jahren und wechseln Sie mit Nicht-Wirtspflanzen ab.
  • Begrenzen Sie Wurzeltraumata beim Umpflanzen und die Bewegung von Erde zwischen Beeten.
  • Reinigen Sie Pflanzenreste und desinfizieren Sie regelmäßig Werkzeuge und Arbeitsflächen, und verwenden Sie im Gewächshaus bei Hitzewellen Schattierungen und Belüftung.

🔗Verwandte Krankheiten

Rost

Rost

Rostpilze (Pucciniales) sind Pilzkrankheiten, die auf Blättern, Stängeln oder Früchten rostfarbene, meist orange bis braune Pusteln mit pudrigem Sporenstaub bilden. Typisch sind kleine Flecken, die zu Kissen oder Ringen werden; Blätter vergilben, rollen sich ein und fallen früh ab. Die Pilze breiten sich vor allem bei feuchtem Wetter und dichtem Laub aus. Viele Zier- und Nutzpflanzen sind betroffen, häufig z. B. Rosen, Malven (Stockrosen), Birnen (Birnengitterrost) und Johannisbeeren. Manche Rostpilze benötigen zwei Wirtspflanzen für ihren Lebenszyklus, etwa Birne und bestimmte Wacholderarten.

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Kirschen-Hexenbesen

Kirschen-Hexenbesen

Taphrina wiesneri ist eine Pilzerkrankung bei Kirschen (Prunus-Arten, einschließlich Süß-, Sauer- und Zierkirschen). Der Pilz überwintert in Knospen und Rinde und infiziert junge Blätter und Triebe bei kühlem, feuchtem Frühlingswetter. Frühe Blätter werden dick, runzelig und gekräuselt, oft mit rötlichen oder gelben Flecken und einem feinen weißlichen Belag auf der Oberfläche. Stark befallene Blätter können vorzeitig abfallen. Kleine Zweige können dichte Büschel aus schwachen, deformierten Trieben bilden (Hexenbesen).

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Echter Mehltau

Echter Mehltau

Mittel

Echter Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilzarten verursacht wird, darunter Erysiphe, Podosphaera, Oïdium und Leveillula. Sie befällt weltweit über 10.000 Pflanzenarten. Die Krankheit gedeiht in warmen, trockenen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit und zeigt sich als charakteristischer weißer Puderbelag auf Pflanzenoberflächen.

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Wurzelfäule

Wurzelfäule

Hoch

Wurzelfäule ist eine schwerwiegende Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem von Pflanzen befällt und zum Verfall und Absterben führt. Sie wird hauptsächlich durch Überwässerung, schlechte Drainage oder bodenbürtige Pilze wie Pythium, Phytophthora, Rhizoctonia und Fusarium verursacht. Die Krankheit gedeiht unter Staunässebedingungen, bei denen die Wurzeln mit Sauerstoff unterversorgt sind und dadurch anfällig für Pilzinfektionen werden.

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🌿 Welche Pflanzen sind am stärksten von Fusarium betroffen?