Pachira gelbe Blätter: Die 5 häufigsten Ursachen und was jetzt hilft
Gelbe Blätter, Blattabfall oder ein weicher Stamm bei der Glückskastanie haben fast immer dieselbe Ursache. So findest du den Auslöser und rettest deine Pflanze.
Wenn deine Pachira gelbe Blätter bekommt, liegt das in den allermeisten Fällen an zu viel Wasser. Staunässe ist die Ursache Nummer eins für Verfärbungen, Blattabfall und einen weichen Stamm bei dieser Art. Die anderen vier Auslöser (Standortwechsel, falsches Licht, trockene Luft und Schädlinge) treten deutlich seltener auf. Eine sichere Diagnose lässt sich jedoch nie allein am Symptom ablesen: Du musst immer auch den Zustand der Erde und die Festigkeit des Stammes prüfen.
Dieser Ratgeber hilft dir, wenn du eine Glückskastanie im Topf hältst (ob mit oder ohne geflochtenem Stamm) und dir unsicher bist, ob du zu viel gießt, zu wenig gießt oder ob sich Schädlinge eingenistet haben.
Schnelle Übersicht:
Feuchte Erde und gelbe Blätter bedeuten meist Überwässerung. Trockene Erde und ein leichter Topf deuten auf Wassermangel hin. Beide Extreme können paradoxerweise zu den gleichen Blattsymptomen führen.
Der verdickte Stamm der Glückskastanie dient als Wasserspeicher. Ein weicher Stamm an der Basis ist ein absoluter Notfall; ein einzelnes gelbes Blatt dagegen nicht.
Drei völlig verschiedene Pflanzen werden im Handel oft unter ähnlichen Namen wie "Geldbaum" oder "Glücksbaum" verkauft. Die Pflege der einen kann die andere umbringen.
Der ideale Temperaturbereich liegt bei 18–24 °C an einem Standort mit hellem, indirektem Licht. Direkte Sonne verbrennt die Blätter.
Vor der Diagnose: Ist es dringend?
Zwei Situationen erfordern sofortiges Handeln noch am selben Tag:
Der Stamm ist an der Basis weich, dunkel verfärbt und die Erde riecht faulig. Das ist ein Zeichen für fortgeschrittene Wurzelfäule. Jeder Tag Wartezeit kostet gesunde Wurzeln.
Die Pflanze welkt, obwohl die Erde klatschnass ist. Das sieht nach Wassermangel aus, ist aber das Gegenteil. Die verfaulten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen, weshalb die Blätter trotz nasser Erde vertrocknen.

Alles andere kann ohne größere Gefahr ein paar Tage warten: einzelne gelbe Blätter, Blattfall direkt nach einem Umzug, braune Blattspitzen oder vereinzelte Schädlinge.
Frage 0: Ist es wirklich eine Pachira?
Bevor du die Gießkanne in die Hand nimmst, solltest du dir 30 Sekunden Zeit nehmen. Unter ähnlichen deutschen Trivialnamen werden oft drei völlig unterschiedliche Arten verkauft, die laut der NC State Extension ganz andere Ansprüche haben:
Pflanze | Wissenschaftlicher Name | Blattform | Pflegebedürfnis |
|---|---|---|---|
Glückskastanie (Pachira) | Pachira aquatica | Handförmig gefiedert, 5 bis 9 Teilblätter, die aus einem Punkt entspringen | Sumpfbaum: Feuchtigkeit ja, aber keine stehende Nässe |
Geldbaum (Pfennigbaum) | Crassula ovata | Sukkulent, oval, dickfleischig, speichert Wasser in den Blättern | Sukkulente: Erst gießen, wenn das Substrat komplett ausgetrocknet ist |
Ufelektre (Chinesischer Geldbaum) | Pilea peperomioides | Rund, münzenartig, der Blattstiel sitzt mittig auf der Blattunterseite | Mäßig feucht halten, verträgt absolut keine Staunässe |
Diese Verwechslung hat in der Praxis fatale Folgen. Wenn du einen Geldbaum (Crassula ovata) wie eine Pachira behandelst, verfault er. Behandelst du die Pachira wie eine Sukkulente, vertrocknet sie. Auch beim Thema Haustiere ist der Unterschied extrem wichtig: Die Glückskastanie ist für Hunde und Katzen ungiftig, der Geldbaum hingegen ist giftig.
Falls du dir unsicher bist, hilft ein Foto schneller als jede Beschreibung: Die App Bloom (iOS) identifiziert die Art direkt über die Kamera. Die dahinterstehende Erkennungs-Engine Plant.id von Kindwise erzielt in unabhängigen universitären Tests eine Genauigkeit von 93% (dieser Wert bezieht sich auf die Erkennungs-Engine, nicht auf die gesamte App). Wenn du vor der Installation verschiedene Optionen vergleichen möchtest, findest du im Blog eine Liste mit Apps zur Diagnose von Pflanzenkrankheiten.
Steckbrief der Glückskastanie
Zwei Werte aus diesem Steckbrief erklären fast alle Probleme im Zimmer: der Temperaturbereich von 18–24 °C und der Bedarf an indirektem Licht. Die NC State Extension betont zudem, dass die Pflanze bei Temperaturen unter 7 °C ins Haus geholt werden muss und direkte Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen auf den Blättern führt.
Zwei Dinge solltest du vorab wissen, um Enttäuschungen zu vermeiden: Die Pachira blüht in der Wohnung so gut wie nie, und erst recht nicht, wenn ihr Stamm geflochten ist. Das Flechten der Stämme ist übrigens keine Laune der Natur. Dieser Trend entstand in den 1980er-Jahren in Taiwan, wo man die noch flexiblen, jungen Stämme in den Gärtnereien kunstvoll miteinander verflocht.
Warum die Glückskastanie so leicht ertrinkt
Die markante, verdickte Basis des Stammes nennt sich Caudex. Die NC State Extension beschreibt diesen Bereich als den natürlichen Wasserspeicher des Baumes. Die Pflanze bringt ihren eigenen Vorrat also schon mit und übersteht Trockenperioden deutlich besser als die meisten anderen Blattschmuckpflanzen.
Genau hier liegt jedoch die Gefahr. Wer seine Pachira so oft gießt wie einen Farn, füllt ständig Wasser in ein bereits volles Reservoir. Wenn der Caudex dauerhaft im nassen Substrat steht, verfault er von innen heraus. Deshalb ist ein weicher Stamm auch ein viel ernsteres Warnsignal als ein einzelnes gelbes Blatt.
In ihrer Heimat ist die Pachira ein Sumpf- und Flussuferbaum. Das Institut Flora e Funga do Brasil des Botanischen Gartens von Rio de Janeiro führt Pachira aquatica als in Brasilien heimisch (im Amazonasbecken) unter lokalen Namen wie Munguba oder Castanha-do-Maranhão. Dort steht sie einen Teil des Jahres im Hochwasser von Flüssen. Das führt oft zu dem Trugschluss, sie liebe nasse Erde im Topf. Der entscheidende Unterschied: Im Sumpf ist das Wasser in Bewegung und sauerstoffreich. Im geschlossenen Blumentopf ohne Abzug steht das Wasser, fängt an zu faulen und lässt die Wurzeln ersticken.
Diagnose-Tabelle: Symptom, Ursachen und der entscheidende Test
Jede Zeile nennt bewusst zwei mögliche Ursachen. Das Symptom allein reicht selten aus; erst der Test in der dritten Spalte bringt Klarheit.
Symptom | Ursache 1 | Ursache 2 | Der entscheidende Test |
|---|---|---|---|
Untere Blätter gelb, Erde feucht | Überwässerung | Nährstoffmangel | Pflanze austopfen: Dunkle, matschige Wurzeln bedeuten Fäulnis; weiße, feste Wurzeln deuten auf Düngerbedarf hin |
Alte und neue Blätter werden gleichzeitig gelb | Überwässerung | Plötzlicher Standortwechsel | Finger 3 cm tief in die Erde stecken: Ist es dort nass, bestätigt das Ursache 1 |
Blattspitzen und -ränder braun und trocken, Blatt sonst fest | Trockene Luft | Überdüngung | Prüfe, ob sich eine weißliche Kruste auf der Erdoberfläche gebildet hat |
Blätter fallen ab, ohne vorher gelb zu werden | Akklimatisierung | Kalte Zugluft | Zähle die Wochen, seit die Pflanze gekauft oder umgestellt wurde |
Pflanze welkt, Erde ist klatschnass | Wurzelfäule | Fehlender Wasserabzug | Drücke die Stammbasis: Ist sie weich, liegt Fäulnis vor |
Pflanze welkt, Erde trocken, Topf sehr leicht | Wassermangel | Topf viel zu klein | Gründlich gießen und die Pflanze 24 Stunden beobachten |
Stammbasis weich, dunkel verfärbt, fauliger Geruch | Fortgeschrittene Fäulnis | (Keine zweite Ursache) | Notfall: Sofort wie bei Überwässerung mit Wurzelfäule behandeln |
Dünne, lange Triebe, große Blattabstände, Pflanze wächst zum Fenster | Lichtmangel | (Keine zweite Ursache) | Messe den Abstand zum nächsten Fenster |
Helle oder ausgebleichte Flecken, nur auf den Lichtseiten | Sonnenbrand | (Keine zweite Ursache) | Sind nur die dem Fenster zugewandten Blätter betroffen? |
Feine Gespinste, weiße Wattebäusche oder klebrige Blätter | Schädlinge | (Keine zweite Ursache) | Blattunterseiten und die Zwischenräume des geflochtenen Stammes mit einer Lupe absuchen |
Gelbe Blätter bei geflochtener Pachira, keine andere Ursache passt | Eingewachsenes Gärtnerband | (Keine zweite Ursache) | Die obersten 2 cm Erde an der Stammbasis vorsichtig beiseite schieben |
1. Überwässerung und Wurzelfäule
Dies ist die häufigste Ursache und die einzige, die deine Pflanze in kürzester Zeit töten kann. Die NC State Extension stellt klar: Die Pachira verträgt absolut keine nassen Füße, da dies unweigerlich zu Wurzelfäule führt.
So überprüfst du den Verdacht Schritt für Schritt: Stecke den Finger 3 cm tief in die Erde (ist sie feucht, war kein Gießen nötig). Hebe den Topf an (ein schwerer Topf bei einer welkenden Pflanze deutet auf abgestorbene Wurzeln hin). Rieche an der Erde (ein fauliger, saurer Geruch bestätigt den Verdacht). Drücke die Stammbasis zusammen (sie muss sich so fest wie Holz anfühlen).
So rettest du eine Pflanze mit Wurzelschaden:
Nimm die Pachira aus dem Topf und spüle die Erde unter lauwarmem, fließendem Wasser vorsichtig von den Wurzeln ab.
Schneide mit einer desinfizierten Schere alle dunklen, matschigen oder faserigen Wurzeln ab. Gesunde Wurzeln sind fest und hell. Sei hier konsequent.
Reduziere die Blattmasse um etwa ein Drittel. Die verbliebenen Wurzeln können sonst nicht mehr die gesamte Krone versorgen.
Topfe die Pflanze in frische, gut durchlässige Erde und einen Topf mit Abzugslöchern um. Entsorge das alte Substrat.
Gieße anfangs nur sehr sparsam und warte mit der nächsten Wassergabe, bis die oberen 3 cm der Erde komplett abgetrocknet sind.
Wenn die Blätter gelb werden, die Wurzeln aber gesund sind, liegt die Ursache woanders. Unser Ratgeber zum Thema gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen hilft dir bei der weiteren Suche und deckt auch verwandte Pflanzenarten ab.
Gewöhne dir das Gießen nach festem Kalender ab. Ein starrer Rhythmus wie "jeden Sonntag" mag im Sommer funktionieren, ertränkt die Pflanze aber im Winter, da die Erde in kühleren Räumen viel langsamer abtrocknet.
2. Standortwechsel (oder frisch gekauft)
Wenn deine Glückskastanie kurz nach dem Einzug oder Umstellen Blätter verliert, ist das meist ein Anpassungsschock und keine Krankheit. In der Gärtnerei herrschten perfekte Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, gleichmäßigem Licht und stabiler Temperatur. In deiner Wohnung muss sich die Pflanze erst umstellen und wirft Blätter ab, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren.
Das Beste, was du jetzt tun kannst: Lass sie in Ruhe. Wähle einen Platz mit viel indirektem Licht, geschützt vor Zugluft und Heizkörpern, und belasse sie dort. Ein erneutes Umstellen, um ihr "zu helfen", wirft den Anpassungsprozess nur wieder an den Anfang. Zwei bis drei Wochen sind eine normale Zeitspanne, bis sich die Pflanze stabilisiert hat.
Erst wenn der Blattfall danach anhält oder der Stamm weich wird, solltest du nach anderen Ursachen suchen.
3. Lichtverhältnisse: Zu dunkel oder zu hell
Hier stehen sich zwei völlig unterschiedliche Schadbilder gegenüber, die sich leicht an der Wuchsform ablesen lassen.
Lichtmangel führt zu vergeiltem Wuchs: Die Triebe werden lang und dünn, die Abstände zwischen den Blättern (Internodien) immer größer, und die gesamte Pflanze neigt sich extrem zum Fenster. Neue Blätter treiben deutlich kleiner aus als die alten. Abhilfe schafft ein Standort näher am Fenster (ohne direkte Mittagssonne). Drehe den Topf alle zwei Wochen um eine Vierteldrehung, damit die Pflanze gleichmäßig gerade wächst.
Zu viel Licht zeigt sich durch ausgebleichte, helle oder gelbliche Flecken, die ausschließlich auf den Blättern entstehen, die der Sonne direkt ausgesetzt sind (meist zur Fensterseite hin). Die NC State Extension warnt ausdrücklich vor solchen Verbrennungen durch direkte Sonneneinstrahlung. Stelle die Pflanze in diesem Fall etwas weiter in den Raum zurück oder schütze sie mit einem dünnen Vorhang.
4. Trockene Luft und der falsche Standort
Braune, trockene und brüchige Blattspitzen bei ansonsten festen, grünen Blättern deuten meist auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hin, nicht auf Wassermangel im Topf. Die NC State Extension bringt gelbe Blätter bei dieser Art direkt mit zu trockener Raumluft in Verbindung.
Typische Standorte, die einer Glückskastanie schaden:
Direkt über oder neben einem aktiven Heizkörper oder im Luftstrom einer Klimaanlage.
Im engen Zwischenraum zwischen Vorhang und Fensterscheibe an kalten Wintertagen (hier entstehen extreme Kältebrücken).
Im direkten Zugluftbereich von Türen, die im Winter häufig geöffnet werden.
Um die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum zu erhöhen, kannst du sie mit anderen Zimmerpflanzen zusammenstellen oder den Topf auf einen Untersetzer mit Blähton und Wasser stellen (der Topfboden darf dabei das Wasser nicht direkt berühren). Regelmäßiges Besprühen bringt meist nur einen sehr kurzzeitigen Effekt.
5. Schädlinge
Die Pachira wird gelegentlich von den typischen Zimmerpflanzenschädlingen befallen. Die NC State Extension nennt hier vor allem Blattläuse, Wollläuse, Schildläuse und Trauermücken.
Symptom | Wahrscheinlicher Schädling |
|---|---|
Weiße, watteartige Gespinste in den Blattachseln und Stammritzen | |
Feine Spinnweben unter den Blättern, gelb gesprenkelte Blattoberflächen | |
Kleine schwarze Fliegen, die beim Gießen aus der Erde aufsteigen | |
Klebriger Belag (Honigtau) auf den Blättern, grüne oder schwarze Insekten an den Triebspitzen | Blattläuse |
Besonders der geflochtene Stamm bietet ideale Verstecke: Schau genau in die Zwischenräume, in denen sich die Stämme kreuzen. Hier nisten sich Wollläuse bevorzugt ein, da sie dort lange unentdeckt bleiben. Eine genaue Anleitung zur Bekämpfung findest du in unserem Ratgeber über Schädlinge an Zimmerpflanzen.
Der 30-Sekunden-Check: Das versteckte Band im Stamm
Wenn du eine geflochtene Glückskastanie hast und keine der oben genannten Ursachen zutrifft, solltest du die obersten zwei Zentimeter der Erde an der Stammbasis vorsichtig beiseite schieben.
In den Gärtnereien werden die jungen Stämme während des Flechtens oft mit elastischen Bändern oder Draht fixiert. Beim späteren Umtopfen geraten diese Bänder manchmal unter die Erdoberfläche und werden vergessen. Wenn die Stämme mit den Jahren dicker werden, schnürt das Band den Saftfluss ab. Die Folge sind gelbe Blätter in der Krone, für die sich scheinbar keine Ursache finden lässt. Falls du ein solches Band entdeckst, schneide es vorsichtig mit einem Cuttermesser auf, ohne die Rinde zu verletzen.

Dieser Hinweis basiert auf den praktischen Erfahrungen von Pflanzenbesitzern und Gärtnern, nicht auf wissenschaftlichen Studien. Wir listen ihn daher als wertvollen Geheimtipp auf, den man leicht selbst überprüfen kann: Entweder das Band ist da oder nicht.
Ist die Glückskastanie giftig für Hunde und Katzen?
Die Blätter der Pachira sind völlig unbedenklich. Die ASPCA stuft Pachira aquatica als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Es sind keine toxischen Inhaltsstoffe bekannt. Das ist eine beruhigende Nachricht für alle Tierhalter, da Katzen besonders gerne an herabhängenden Blättern knabbern.
Eine kleine Einschränkung betrifft die Samen der Pflanze. Die NC State Extension weist darauf hin, dass die Samen Cyclopropenoid-Fettsäuren enthalten und nicht verzehrt werden sollten. Diese Warnung betrifft dich in der Wohnung jedoch nicht: Als Zimmerpflanze bildet die Pachira keine Blüten und somit auch keine Samen aus.
Ganz anders sieht es aus, wenn es sich bei deiner Pflanze nicht um eine Pachira handelt. Die ASPCA stuft den Geldbaum (Crassula ovata), der im Handel fälschlicherweise manchmal ähnlich deklariert wird, als giftig für Hunde und Katzen ein. Typische Symptome nach einem Verzehr sind Erbrechen, Teilnahmslosigkeit und Koordinationsprobleme. Zwei Pflanzen mit ähnlichen Namen, aber völlig unterschiedlicher Wirkung: Deshalb ist die genaue Bestimmung der Art immer der erste Schritt.
Wann die Pachira völlig gesund ist
In diesen zwei Fällen musst du überhaupt nichts unternehmen:
Ein einzelnes unteres Blatt wird gelb und fällt ab, während die Pflanze oben fleißig neue Blätter treibt. Das ist der ganz normale Alterungsprozess. Die Pflanze entzieht dem alten Blatt die Nährstoffe, um sie in das neue Wachstum zu stecken.
Leichter Blattfall in den ersten zwei bis drei Wochen nach dem Kauf oder einem Umzug in ein anderes Zimmer. Das ist die normale Akklimatisierungsphase. Lass die Pflanze einfach an ihrem neuen, hellen Platz stehen und gib ihr Zeit, sich an das neue Mikroklima zu gewöhnen.
Ein einfaches Signal hilft dir, diese harmlosen Fälle von echten Problemen zu unterscheiden: Solange deine Glückskastanie aktiv neue, gesunde Blätter schiebt, ist sie im Grunde vital. Ein Wachstumsstopp in Kombination mit massivem Blattfall hingegen erfordert deine Aufmerksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie rette ich eine kranke Glückskastanie?
Prüfe zuerst, ob die Erde nass oder trocken ist. Ist sie nass und die Blätter sind gelb: Stelle das Gießen sofort ein, kontrolliere die Wurzeln auf Fäulnis und topfe die Pflanze bei Bedarf in frische Erde und einen Topf mit Abzug um. Ist die Erde staubtrocken und die Blätter welken: Gieße die Pflanze einmal gründlich durch, bis das Wasser unten ausläuft. Sorge danach für stabile Lichtverhältnisse und vermeide Zugluft.
Woran erkenne ich, ob meine Pachira stirbt?
Das wichtigste Signal liefert der Stamm, nicht die Blätter. Drücke die Basis des Stammes vorsichtig zusammen: Ist sie fest, hat die Pflanze noch genügend Reserven und gute Überlebenschancen, selbst wenn sie alle Blätter verloren hat. Ist der Stamm an der Basis jedoch weich, dunkel verfärbt und riecht faulig, hat die Fäulnis bereits den Caudex erreicht. Eine Rettung ist dann nur noch schwer möglich.
Wie oft muss man eine Glückskastanie gießen?
Es gibt keinen festen Gießrhythmus, und genau das Gießen nach Plan ist die häufigste Todesursache. Gieße die Pflanze erst dann wieder, wenn die oberen 3 cm der Erde spürbar abgetrocknet sind. Je nach Raumtemperatur kann das im Sommer alle 1 bis 2 Wochen sein, im Winter oft deutlich seltener. Da der Stamm Wasser speichert, verträgt die Pachira Trockenheit viel besser als dauerhafte Nässe.
Ist Kaffeesatz gut für die Glückskastanie?
Nein, zumindest nicht als direkter Dünger auf der Erde. Frischer Kaffeesatz bildet auf der Oberfläche oft eine dichte Schicht, die die Feuchtigkeit im Topf hält: genau das, was die Pachira nicht verträgt. Zudem zieht feuchte organische Substanz an der Oberfläche Trauermücken an, die zu den häufigen Schädlingen dieser Art gehören. Verwende stattdessen während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer einmal im Monat einen flüssigen Grünpflanzendünger in halber Dosierung.
Wo sollte eine Glückskastanie nicht stehen?
Stelle die Pachira niemals in die direkte Nähe von Heizkörpern, Klimaanlagen, im Winter direkt an oft geöffnete Außentüren oder in den kalten Bereich zwischen Vorhang und Fensterscheibe. Vermeide zudem Standorte mit praller, direkter Mittagssonne. Ideal ist ein zugluftfreier, heller Platz mit indirektem Licht und einer konstanten Temperatur zwischen 18 und 24 °C.
Wie alt wird eine Glückskastanie?
Es gibt keine wissenschaftlich belegten Daten zur maximalen Lebensdauer der Pachira als Zimmerpflanze. In ihrer natürlichen Umgebung wächst sie zu einem stattlichen Baum von bis zu 18 Metern heran, während sie im Haus laut NC State Extension meist eine Höhe von 1,8 bis 2,4 Metern erreicht. In der Praxis endet das Leben einer Glückskastanie im Wohnzimmer fast immer vorzeitig durch Pflegefehler wie Überwässerung, nicht durch natürliches Alter.
Fazit
Wenn du dir unsicher bist, wie du deiner kränkelnden Glückskastanie helfen kannst, beginne immer bei der Erde. Ein kurzer Test mit dem Finger in 3 cm Tiefe, das Gewicht des Topfes und ein sanfter Drucktest an der Stammbasis verraten dir sofort, ob das Problem im Wurzelbereich liegt. Erst wenn du Staunässe oder extremen Wassermangel ausschließen kannst, solltest du Faktoren wie Licht, Luftfeuchtigkeit oder Schädlinge genauer unter die Lupe nehmen.
Falls sich herausstellt, dass deine Pflanze gar keine Pachira ist oder du dir bei der Bestimmung unsicher bist, hilft dir unser allgemeiner Ratgeber Was hat meine Pflanze? weiter, der dich Schritt für Schritt durch die Diagnose für alle gängigen Zimmerpflanzen führt.
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