Vollständiger Pflanzenratgeber
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Punarnava
Boerhavia diffusa
Boerhavia diffusa ist eine kriechende, pantropische, ausdauernde krautige Pflanze mit niederliegenden bis halbaufrechten, stark verzweigten Stängeln und fleischigen Pfahlwurzeln. Winzige rosa Blüten, nur etwa 5 mm groß, erscheinen fast das ganze Jahr über in lockeren Büscheln, sofern ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Am bekanntesten ist sie unter ihrem Sanskrit-Namen „Punarnava“ („das, was erneuert“). Sie ist eine der am häufigsten verwendeten Pflanzen in der ayurvedischen Medizin, und ihre zarten jungen Blätter werden in ganz Indien und den Tropen als Blattgemüse gekocht.
Steinpilze
Boletus
Boletus ist eine Gattung von pilzbildenden Fungi, zu der auch der berühmte Fichtensteinpilz (Boletus edulis) gehört. Diese Pilze sind Mykorrhizapilze, was bedeutet, dass sie eine symbiotische Beziehung mit den Wurzeln bestimmter Bäume eingehen, vornehmlich in gemäßigten Wäldern. Sie zeichnen sich durch einen fleischigen Hut und eine Röhrenschicht anstelle von Lamellen auf der Unterseite aus.
Borretsch
Borago officinalis
Anis-Boronie
Boronia crenulata
Die Anis-Boronie ist ein immergrüner australischer Strauch aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae), beheimatet im Südwesten von Western Australia, wo sie in sandigem und steinigem Heideland sowie in offenen Wäldern wächst. Sie erreicht typischerweise eine Höhe von 25–120 cm mit einer offenen, leicht überhängenden Wuchsform. Die kleinen, gekerbten (crenulierten) Blätter verströmen beim Zerreiben einen deutlichen Anisduft. Vom späten Winter bis zum Herbst – mit der Hauptblütezeit im Frühling – bildet die Pflanze zahlreiche kleine, vierblättrige Blüten in Rosa- bis Purpurtönen, die einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigenden sitzen.
Silberkerzenkaktus
Borzicactus
Borzicactus ist eine Gattung säulenförmiger oder niederliegender Kakteen, die in den Anden Südamerikas (Peru, Bolivien, Ecuador, Argentinien) beheimatet ist. Sie wird oft als Synonym für Cleistocactus behandelt oder in Loxanthocereus einbezogen. Ihre dicht mit feinen Dornen besetzten Triebe können aufrecht wachsen oder hängende Matten bilden. Die Pflanze bringt sehr auffällige, röhrenförmige Blüten hervor – meist in Rot, Orange oder Rosa –, die an die Bestäubung durch Kolibris angepasst sind. Es handelt sich um eine langlebige, trockenheitsresistente und langsam wachsende Pflanze, die in Kaktussammlungen wegen ihres skulpturalen Wuchses sehr geschätzt wird.
Gewöhnliches Bartgras
Bothriochloa ischaemum
Das Gewöhnliche Bartgras (Bothriochloa ischaemum) ist ein ausdauerndes, horstbildendes Süßgras aus der Familie der Poaceae. Es stammt ursprünglich aus den trockenen Steppen Südeuropas und Westasiens, ist heute jedoch weltweit verbreitet und gilt vielerorts als invasive Art. Es wächst in lockeren Büscheln mit aufrechten Halmen und erreicht eine Höhe von 30 bis 100 cm. Das graugrüne Laub nimmt im Herbst eine charakteristische bräunlich-rötliche Färbung an. Dank seines starken, tief reichenden Wurzelsystems ist es extrem trockenheitsresistent und trittfest, weshalb es häufig zur Böschungsbefestigung und zum Erosionsschutz an Straßenrändern eingesetzt wird. Im Sommer und Herbst bildet es gelbliche Blütenstände und später rötlich-braune Samenähren.
Südlicher Traubenfarn
Botrychium biternatum
Botrychium biternatum, heute oft als Sceptridium biternatum klassifiziert, ist ein ausdauernder Farn aus der Familie der Natternzungengewächse (Ophioglossaceae). Er ist im Osten und Süden der USA beheimatet, von Texas bis zur Atlantikküste. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 cm und bildet einen zarten, zwei- bis dreifach gefiederten sterilen Wedel sowie einen separaten fertilen Stiel mit Sporenkapseln aus, die an winzige Weintrauben erinnern. Im Herbst verfärben sich die Wedel rötlich-braun oder bronzefarben, was ihm den Namen 'Roter Farn' einbrachte. Er wächst wild in feuchten Wäldern, Laub- und Kiefernwäldern, auf Feldern und an Wegrändern und ist zum Überleben auf eine unterirdische Mykorrhiza-Pilzpartnerschaft angewiesen.
Drillingsblume
Bougainvillea × buttiana
Die Garten-Bougainvillea (Bougainvillea × buttiana) ist eine wüchsige, dornige Kletterhybride, die für ihre leuchtend farbigen Hochblätter bekannt ist, welche die kleinen, unscheinbaren Blüten umgeben. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und gedeiht dank ihrer üppigen Blüte und Trockenheitstoleranz hervorragend in tropischen und subtropischen Gärten.
Bougainvillea
Bougainvillea glabra
Bougainvillea glabra, allgemein als Papierblume oder Bougainvillea bekannt, ist ein kräftiger Holzkletterer aus Brasilien. Sie ist berühmt für ihre leuchtenden Farben, bei denen es sich tatsächlich um Brakteen (umgewandelte Blätter) handelt, die ihre kleinen, unscheinbaren weißen Blüten umhüllen. Es handelt sich um eine äußerst widerstandsfähige Pflanze, die sonnige Standorte bevorzugt und ideal ist, um Mauern, Zäune und Pergolen zu begrünen und dem Garten ein üppiges, tropisches Erscheinungsbild zu verleihen.
Drillingsblume
Bougainvillea peruviana
Die Drillingsblume (Bougainvillea peruviana) ist eine kräftige Kletterpflanze, die ursprünglich aus Peru und dem nördlichen Südamerika stammt und zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae) gehört. Bekannt für ihre prächtigen, farbenfrohen Hochblätter in Magenta-, Rosa-, Weiß- und Violetttönen, bilden diese den auffälligsten Teil der Pflanze – die eigentlichen Blüten sind klein, weiß und im Zentrum der Hochblätter verborgen. Dank ihres schnellen Wachstums kann sie Mauern, Zäune und Pergolen mühelos erklimmen, was sie zu einem der beliebtesten Klettersträucher in tropischen und subtropischen Gärten macht.
Große Bougainvillea
Bougainvillea spectabilis
Bougainvillea spectabilis, allgemein bekannt als Große Bougainvillea oder Papierblume, ist ein kräftiger, dorniger Kletterstrauch, der an der Ostküste Brasiliens beheimatet ist. Bekannt für ihre spektakulären, papierartigen Hochblätter in den Farbtönen Magenta, Pink, Orange, Lila, Rot und Weiß, zählt sie zu den am weitesten verbreiteten Zierpflanzen in tropischen und subtropischen Regionen weltweit. Die eigentlichen Blüten sind klein und weiß, umgeben von drei auffälligen Hochblättern, die für die gesamte optische Wirkung sorgen. Einmal etabliert, ist sie außergewöhnlich trockenheitstolerant und wächst schnell – sie gedeiht am besten in der vollen Sonne und in warmem Klima.
Drillingsblume
Bougainvillea x buttiana
Die Drillingsblume (Bougainvillea × buttiana) ist eine der beliebtesten Zierkletterpflanzen der Welt. Es handelt sich um eine natürliche Hybride zwischen Bougainvillea glabra und Bougainvillea peruviana, die ursprünglich im 19. Jahrhundert in südafrikanischen Gärten entwickelt wurde. Ihre spektakuläre Blütenpracht stammt nicht von ihren wahren Blüten – die klein und weiß sind – sondern von den auffälligen, papierartigen Hochblättern, die sie umgeben und in Rosa-, Rot-, Lila-, Orange-, Weiß-, Magenta- und Gelbtönen erhältlich sind. Als kräftige und dornige Kletterpflanze kann sie eine Länge von bis zu 12 Metern erreichen und wird in tropischen und subtropischen Regionen weltweit häufig an Mauern, Zäunen, Spalieren und Pergolen eingesetzt.
Kletternde Meerzwiebel
Bowiea volubilis
Bowiea volubilis ist eine sukkulente Zwiebelpflanze (Caudex-Pflanze) aus dem südlichen und östlichen Afrika. Anstelle von Blättern bildet sie aus einer großen, teilweise oberirdischen grünen Zwiebel dünne, rankende grüne Stängel, die die Funktion der Photosynthese übernehmen. Die Stängel können sich um eine Stütze winden und in warmem Klima mehrere Meter lang werden. Im Frühling erscheinen winzige sternförmige grün-gelbe Blüten mit einem unangenehmen Geruch. Die Pflanze ist hochgiftig – sie enthält Herzglykoside (Bufadienolide).
Signalgras
Brachiaria decumbens
Signalgras (Brachiaria decumbens) ist ein wüchsiges, mehrjähriges tropisches Gras, das ursprünglich aus Zentral- und Ostafrika stammt und zur Familie der Poaceae gehört. Es hat sich in tropischen Regionen weltweit naturalisiert und ist eines der bedeutendsten Weidegräser Südamerikas, insbesondere Brasiliens. Über Ausläufer und Rhizome bildet es dichte, sich schnell ausbreitende Matten und verträgt nährstoffarme, saure Böden sowie saisonale Trockenheit.
Kurrajong-Baum
Brachychiton
Brachychiton ist eine Gattung von etwa 30 Baum- und großen Straucharten aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), die fast alle in Australien und eine in Neuguinea heimisch sind. Sie erreichen Wuchshöhen von 4 bis 30 m. Mehrere Arten besitzen einen angeschwollenen, flaschenförmigen Stamm zur Wasserspeicherung während Trockenperioden, wie etwa der Queensland-Flaschenbaum (B. rupestris), und einige werfen in der Trockenzeit ihr Laub ab. Die glockenförmigen Blüten erscheinen in Rot, Rosa, Creme oder Weiß; manche Arten, wie der Illawarra-Flammenbaum (B. acerifolius), blühen an kahlen Zweigen. Die Früchte sind holzige Kapseln mit reizenden Härchen um die Samen. Arten wie B. populneus und B. acerifolius werden in heißen, trockenen Klimazonen häufig als Straßen- und Gartenbäume gepflanzt.
Australischer Flammbaum
Brachychiton acerifolius
Ein großer und spektakulärer laubabwerfender Baum aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), heimisch an der Ostküste Australiens. Er zeichnet sich durch eine kurze Phase des Laubfalls aus, gefolgt von einer Fülle scharlachroter, glockenförmiger Blüten, die die gesamte Krone bedecken und einen beeindruckenden visuellen Effekt erzeugen, der an einen brennenden Baum erinnert. Er erreicht in Kultur eine Höhe von 15-18 Metern und in seinem natürlichen Lebensraum bis zu 35 Meter. Er blüht im Frühling und Sommer, bevor die Blätter austreiben, und lockt Bestäuber wie Schmetterlinge und Kolibris an. Einmal etabliert, ist er trockenheitsresistent.
Kurrajong-Baum
Brachychiton populneus
Der Kurrajong-Baum (Brachychiton populneus) ist ein widerstandsfähiger, immergrüner Baum, der im Osten Australiens heimisch ist. Er ist bekannt für seinen wasserspeichernden, flaschenförmigen Stamm, seine glänzenden, pappelähnlichen Blätter und seine hohe Trockenheitstoleranz. Im Frühling und Sommer bildet er cremefarbene, glockenförmige Blüten mit rosa oder violetten Streifen, gefolgt von holzigen Samenkapseln.
Australischer Flaschenbaum
Brachychiton rupestris
Der in Zentral-Queensland, Australien, beheimatete Australische Flaschenbaum ist eine kaudiziforme Art aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Er ist bekannt für seinen markant geschwollenen, flaschenförmigen Stamm, der Wasser und Kohlenhydrate speichert, um lange Dürreperioden zu überstehen. In freier Wildbahn kann er eine Höhe von 10 bis über 20 Metern erreichen, während kultivierte Exemplare oder Bonsais deutlich kompakter bleiben. Er ist laubabwerfend und verliert in der Trockenzeit seine Blätter, bevor er cremefarbene, rot gezeichnete Blütenrispen hervorbringt.
Mittelmeer-Zwenke
Brachypodium retusum
Brachypodium retusum ist ein robustes und trockenheitsresistentes, ausdauerndes mediterranes Gras, das dichte Horste aus schmalen, linearen, blaugrünen Blättern bildet. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, spielt diese Art eine grundlegende ökologische Rolle als eines der ersten Gräser, die nach Bränden wieder austreiben, und trägt so zur Bodenstabilisierung und Wiederherstellung der Vegetation bei. Ihre grünlich-gelben Ähren blühen vom Frühjahr bis zum Frühsommer und verleihen trockenen Gärten eine natürliche Textur und Bewegung.
Schwanenfluss-Gänseblümchen
Brachyscome iberidifolia
Brachyscome iberidifolia, allgemein bekannt als Schwanenfluss-Gänseblümchen, ist ein bezauberndes australisches einjähriges Kraut. Es wird vor allem für sein zartes, farnartiges Laub und die Fülle kleiner gänseblümchenähnlicher Blüten geschätzt, die in leuchtenden Blau-, Lila-, Rosa- und Weißtönen erscheinen. Mit seinem kompakten, kissenförmigen Wuchs ist es ein Favorit für Beeteinfassungen, Steingärten und Hängekörbe.
Brasilianischer Baumkaktus
Brasiliopuntia brasiliensis
Brasiliopuntia brasiliensis, allgemein bekannt als Brasilianischer Baumkaktus, ist ein monotypischer, baumartiger Kaktus, der ursprünglich aus Brasilien, Argentinien und Paraguay stammt. Er ist die einzige Art der Gattung Brasiliopuntia und fällt durch seinen arborescenten Wuchs auf — ein holziger, zylindrischer Stamm, der an den Astspitzen abgeflachte Kladodien trägt — und kann in seinem natürlichen Lebensraum über 20 Meter hoch werden.
Nachtfalter-Orchidee
Brassavola nodosa
Brassavola nodosa, bekannt als Dame der Nacht, ist eine mittelgroße epiphytische Orchidee, die in den Küstenregionen Mittel- und Südamerikas von Mexiko bis Brasilien heimisch ist. Dort wächst sie auf Bäumen und sogar auf Mangrovenwurzeln in Meeresnähe. Ihre zylindrischen, sukkulenten Blätter bringen Blütenstände mit grünlich-weißen Blüten von bis zu 15 cm Größe hervor, die in der Abenddämmerung einen intensiven, süßlichen Duft verströmen, um bestäubende Nachtfalter anzulocken.
Spinnenorchidee
Brassia
Brassia ist eine Gattung epiphytischer Orchideen, die in den tropischen und subtropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas beheimatet ist. Sie sind im Volksmund als Spinnenorchideen bekannt, da ihre langen, dünnen Blüten- und Kelchblätter an Spinnenbeine erinnern. Ihre Blütenstiele können bis zu 20 Blüten in Gelb-, Creme-, Grün- oder Rotbrauntönen tragen, die meist mit dunklen Flecken gesprenkelt sind. Diese Gattung wird sowohl von Sammlern als auch für kommerzielle Hybriden geschätzt und ist für ihre üppige Blüte und die exotische Form ihrer Blüten bekannt.
Spinnenorchidee
Brassia arachnoidea
Brassia arachnoidea, bekannt als Spinnenorchidee, ist eine epiphytische Orchidee, die in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, einschließlich Ecuadors, beheimatet ist. Sie ist nach der Form ihrer Blüten benannt – lange, fadenförmige, gelb-grüne Kelch- und Kronblätter mit schokoladenbraunen Flecken, die an Spinnenbeine erinnern. Die Blätter sind breit und gefaltet, entspringen eiförmigen Pseudobulben, und die Blütenstiele können bis zu 8 duftende Blüten mit einem Durchmesser von jeweils 10-12 cm tragen.
Spinnenorchidee
Brassia caudata
Brassia caudata, allgemein bekannt als Spinnenorchidee, ist eine neotropische epiphytische Orchidee, die in Südmexiko, Mittelamerika, der Karibik und dem nördlichen Südamerika beheimatet ist. Ihre auffälligen Blüten besitzen lange, spinnenbeinartige Kelch- und Blütenblätter in Gelb mit braunen Markierungen, die eine Länge von bis zu 15 cm erreichen können. Es handelt sich um eine langsam wachsende, immergrüne Staude, die hauptsächlich im Frühling und Sommer blüht.
Kohl
Brassica
Die Gattung Brassica umfasst mehr als 30 Arten krautiger Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), darunter einige der am häufigsten konsumierten Gemüsesorten der Welt: Grünkohl, Weißkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Senf und Speiserüben. Ursprünglich aus Europa und Asien stammend, passen sich diese ein- oder zweijährigen Pflanzen an kühles und gemäßigtes Klima an. Sie produzieren nährstoffreiche Blätter und charakteristische Blüten mit vier gelben oder weißen Blütenblättern, die der Familie ihren Namen gaben.
Brauner Senf
Brassica juncea
Brassica juncea, allgemein bekannt als Brauner Senf oder Blattsenf, ist ein schnell wachsendes einjähriges Kraut aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), das ursprünglich aus Zentral- und Südasien stammt. Er wird weltweit für seine scharfen, essbaren Blätter, die zur Senfherstellung verwendeten Samen und zur Gewinnung von Senföl angebaut. Die Pflanze bildet leuchtend gelbe Blüten und gedeiht am besten bei kühler Witterung.
Raps
Brassica napus
Brassica napus, weithin bekannt als Raps oder Canola, ist eine schnell wachsende krautige Pflanze, die für ihre ausgedehnten Felder leuchtend gelber Blüten berühmt ist. Sie gehört zu den weltweit bedeutendsten Ölsaatenkulturen und wird zur Herstellung von Speiseöl, Biodiesel und Tierfutter genutzt. Ihre jungen Blätter sind essbar und nährstoffreich und ähneln denen des Grünkohls.
Wilder Kohl
Brassica oleracea
Brassica oleracea ist der Wildvorfahre vieler der wichtigsten Gemüsepflanzen der Welt, darunter Weißkohl, Grünkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi und Blattkohl. Die Pflanze stammt ursprünglich von den Küstenklippen des Mittelmeerraums und des atlantischen Europas, ist eine zwei- oder mehrjährige Krautpflanze und wird seit über 2.000 Jahren kultiviert sowie durch gezielte Züchtung in eine außergewöhnliche Vielfalt von Kultivarsorten überführt. In ihrer Wildform bildet sie wellige blaugrüne Blätter, einen kräftigen aufrechten Stängel und Dolden kleiner gelber Blüten aus. Als Ausgangsart all dieser bedeutenden Kulturvargruppen verkörpert Brassica oleracea eine der größten Leistungen der Menschheit in der Pflanzenzähmung – die Verwandlung eines Küstenunkrauts in die weltweit wichtigste Blattgemüsepflanze.
Grünkohl
Brassica oleracea var. acephala
Grünkohl ist ein blätterreiches, nahrhaftes krautiges Gemüse aus der Familie der Brassicaceae. Er ist äußerst winterhart und weltweit als Superfood geschätzt, da er reich an Eisen, Kalzium sowie den Vitaminen A, C und K ist. Je nach Sorte können die Blätter von hellgrün bis violett variieren.
Weißkohl
Brassica oleracea var. capitata
Der Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata) ist ein zweijähriges Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), das wegen seiner zu einem festen Kopf geschlossenen Blätter als einjährige Pflanze kultiviert wird. Ursprünglich von der Mittelmeerküste und aus Westeuropa stammend, gehört er zu den weltweit am häufigsten konsumierten Gemüsesorten und wird roh in Salaten, fermentiert (Sauerkraut) oder gekocht verzehrt.
Speiserübe
Brassica rapa
Die Speiserübe (Brassica rapa) ist ein zweijähriges Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), das seit Jahrtausenden wegen seiner essbaren Wurzeln und nahrhaften Blätter angebaut wird. Ursprünglich aus Zentralasien stammend, wird sie weltweit in gemäßigten Klimazonen kultiviert. Die Pflanze bildet im Frühjahr und Sommer leuchtend gelbe Blüten aus, und ihre knollige Wurzel ist reich an Vitamin C und K.
Chinakohl
Brassica rapa pekinensis
Chinakohl (Brassica rapa pekinensis) ist ein kühlsaisonales Blattgemüse aus China, das zur Familie der Brassicaceae gehört. Er bildet einen festen, zylindrischen Kopf aus blassgrünen, gekräuselten Blättern und zählt zu den am weitesten verbreiteten Gemüsearten in Ostasien. Er wird wegen seines milden, leicht süßlichen Geschmacks und seiner vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche geschätzt.
Miltassia-Orchidee
Bratonia Charles M. Fitch
Bratonia Charles M. Fitch ist eine beliebte intergenerische Orchideenhybride, eine Kreuzung aus Brassia verrucosa und Miltonia spectabilis. Sie wird für ihre großen, sternförmigen Blüten gefeiert, die Spinnen ähneln und durch auffällige Lavendel- und Purpurtöne mit olivgrüner oder brauner Fleckung bestechen. Die Pflanze bildet lange, bogenförmige Blütenrispen, die aus Pseudobulben mit riemenförmigen, immergrünen Blättern hervorwachsen und mehrere Wochen lang halten können.
Schneebusch
Breynia
Breynia ist eine Gattung von etwa 35 immergrünen Sträuchern aus der Familie der Phyllanthaceae, die in Südostasien, Australien und auf den westlichen Pazifikinseln beheimatet sind. Die am weitesten verbreitete Zierart, Breynia disticha (Schneebusch), wird wegen ihrer kleinen ovalen Blätter geschätzt, die mit Weiß, Rosa und Grün in einem gesprenkelten, fast handgemalten Muster versehen sind. In warmen Klimazonen wird sie als Zimmerpflanze, Terrassenstrauch oder geschnittene Hecke kultiviert. Sie bringt winzige, unauffällige Blüten hervor, die selten die Hauptattraktion darstellen – das panaschierte Laub übernimmt diese Rolle. Da sie Ausläufer bildet und schnell wächst, hält regelmäßiges Beschneiden die Pflanze ordentlich und fördert die kräftigste Färbung der neuen Blätter.
Schneebusch
Breynia disticha
Die Breynia disticha, umgangssprachlich als Schneebusch bekannt, ist ein mehrjähriger tropischer Strauch, der ursprünglich von den polynesischen Inseln stammt. Ihr üppiges und mehrfarbiges Laub – mit ovalen Blättern in Grün-, Cremeweiß-, Rosa- und Burgundertönen – ist ihr Markenzeichen. Die weißlichen Spitzen der Zweige erinnern an eine zarte Schneeschicht, daher der Name „Schneebusch“. Als schnellwachsende Pflanze kann sie in tropischen und subtropischen Gärten eine Höhe von 1 bis 2 Metern erreichen und wird häufig als Hecke, Beetumrandung oder als zentrales Element in Ziertöpfen verwendet. Ihre kleinen, unauffälligen grünen Blüten erscheinen im Sommer. Ideal für warme und feuchte Klimazonen, benötigt sie viel Licht und hohe Luftfeuchtigkeit, um die volle Pracht ihrer Farben zu entfalten.
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